Wir versuchten erst gar nicht, Gesamt-Stockholm in 2 Tagen zu absolvieren, aber es war auch schwer, selbst bei nur 2 Personen auf einen Nenner zu kommen.
Für das erste Ziel des heutigen Tages einigten wir uns somit auf das "Historiska Museet"; nicht wirklich erwähnenswert, da ein Museum, was überall bestaunt werden kann. Interessant waren die Ausstellung zur prehistorischen Zeit (800 n.Chr. - 1050 n.Chr.) und zur Wikingerzeit. Den Abschluß bildete der "Goldraum". Dort befanden sich einige sehr schöne Dinge aus Gold neben langweiligen Goldmünzen.
Auf dem Weg zur nächsten Haltestelle kamen wir unfreiwillig in eine Parade der königlichen Garde, vielmehr waren es die königliche Kapelle und ein Teil der königlichen Armee, die (separat) durch die Straßen strichen, gefolgt vom hauseigenen Armeebus.
Aber kommen wir zu einer sehr alten Straße von Stockholm, der Fjällgatan im Stadteil Södermalm.
Früher der Stadteil für die arme Bevölkerung, kann dort noch heute das älteste Haus Stockholms bestaunt werden. Es befand sich in Renovierungsarbeiten und bot somit kein schönes Fotomotiv. Immerhin erschloß sich eine schöne Sicht auf Stockholm von eben jenem Stadtteil.
Als nächstes erwartete uns der eigentliche Höhepunkte dieses Stockholmtages, Junibacken. Junibacken ist das Quasi-Astrid-Lindgren-Museum, nicht nur für Kindern voller Überraschungen. Die erste Überraschung war natürlich der Eintrittspreis, stolze 10 € für immerhin Studenten. Kurz nach dem Bezahlen ging es auch gleich zum Geschichtenzug (storytaget). Man entführte uns in die illustrierte Reise vieler Astrid-Lindgren-Bücher-Charaktere, solche wie Emil(=Michel), Karlsson vom Dach, Mio, Brüder Löwenherz und viele mehr. Doch das sollte erst der Auftakt sein. Weiter ging es in die Villa Kunterbunt (Villa Villekulla), recht eng für Ausgewachse, aber sicherlich ein großer Spaß für alle Kinder. Nichtsdestotrotz konnte ich kein übereinstimmendes Merkmal gegenüber der Villa Kunterbunt aus Pippi-Langstrumpf-Filmen ausmachen.
Dritte Station war neben weiteren Filmfigurausstellungen ein Kindertheater, sehr amüsant für Kinder. Doch das sollte es auch schon gewesen sein, ging es aber vor dem Ausgang noch durch den Souvenir-/Buchladen. Hier konnten nicht nur, sondern müssen regelrecht, Eltern ihre Kleinen mit allerlei Artikeln rund um Astrid Lindgrends Buchcharaktere eindecken. Das war also die "Gelddruckerei" Junibacken in Stockholm. Wir verließen Junibacken 1/2 h vor dem Schließen und mußten nach der Lautsprecherdurchsage dieser Information, psysisch mit schreienden und heulenden Kindern kämpfen; jene wollten einfach noch nicht gehen.Das war Stockholm, wieder einmal sehr schön.
Immerhin mußten wir schon 11 Uhr am Morgen auschecken und durften noch bis 22 Uhr (nach allen berichteten Erlebnissen) auf unseren Nachtzug nach Umea warten.
Dummerweise hatten der Zug fast 2 Stunden Verspätung (bei der Ankunft in Stockholm) und schaffte es zudem noch, jene auf 4 Stunden zu verdoppeln (bei Ankunft in Umea). So kamen wir in Umea nach etwa 14 Stunden (und geplanten 10) letzendlich doch noch an. Einziger Wermutstropfen war das kostenlose Eindecken mit Artikeln aus dem Zugbistro, ein Quasi-Eingeständnis des Zugunternehmens aufgrund der verursachten Verspätung.
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