2007-12-19

19-12: Wenn einer eine Reise tut.


Heute geht es nach Deutschland. Die Stimmung war gespalten. Auf der einen Seite Freude auf die Heimat aber auf der anderen Seite auch eine Träne bezüglich Schweden. Aber ich komme ja in 2 Wochen wieder.
4 Uhr sollte der Wecker klingeln, dann noch schnell frühstücken und dann weiter mit dem Bus auf zum Flughafen.
Glücklicherweise hatte alles planmäßig bis dahin geklappt und ich checke zufrieden ein.
Der erste Flug war sehr angenehm. Die Maschine startete gegen 7 Uhr und da ist es in Schweden (und nicht nur da) noch dunkel. So durften ich auf dem Flug nach Stockholm einen sehr schönen Sonnenaufgang über den Wolken bestaunen. Aber auch Stockholm erleuchtet im Dunkeln war auch ein nicht zu verachtender Anblick.


Nach dem ersten Flug hieß es erst einmal warten, und das geschlagene 4 Stunden. Denn dann sollte erst wieder der nächste Flieger nach Berlin starten. Ausgerüstet mit einem Notebook und einer vorhandenen Steckdose auf dem Flughafen war das aber kein Problem.
So ein leeres Flugzeug hatte ich noch nie gesehen. Es waren sehr viele Sitzplätze einfach nicht besetzt. Doch was war das?
Wir mußten nach etwa einer halben Stunde über/unter/zwischen strahlend blauen Himmel eine dichte Wolkenfront überqueren. Nun wußte ich endgültig, daß wir uns in Deutschland befinden.
Gelandet in Berlin-Tegel stand nun nur noch der letzte Akt meiner Reise auf dem Plan. Doch in Berlin angekommen schockierte mich einiges, was man so nicht vermißt hatte und einen einfach überrumpelte. Diese deutsche Hektik und Gleichgültigkeit, aber auch die geringe Freundlichkeit gegenüber Schweden waren für mich wie ein Schlag ins Gesicht.
Die ganze Zeit kam ich mir wie ein Beobachter meiner selbst und meiner Umgebung vor. Es war auf der einen Seite spannend aber auf der anderen auch wieder ernüchtern, "normale" Verhaltensweisen/Dinge aus einer anderen Perspektive zu sehen.
Aber schlußendlich vermisse ich Schweden jetzt schon.

2007-12-18

18-12: Da steht eine "korv" auf dem Flur

Eigentlich wollte ich heute packen. Morgen sollte es ja wieder für etwa 2 Wochen in die Heimat nach Deutschland gehen. Komischweise haben ich damit aber schon am Sonntag angefangen und trotzdem war noch so viel vor meine Abreise zu tun. Doch dann hat mich der Boris auf eine Wurstfika bei sich eingeladen. Diese konnte ich mir doch nicht gehen lassen, obwohl mein Kühlschrank doch noch so voll mit teuren Lebensmitteln aus Schweden war und diese eigentlich vorher gegessen werden sollten. Sei's drum, mußten die 7 Sachen noch ein wenig verharren.
Angekommen war schon einiges los. Ein Teil der 40er Wurstpackung aus dem ICA Supermarkt bruzelte schon in der Pfanne, die Pommes waren genau richtig fertig als ich kam und der Kartoffelsalat von Caro schien auch einiges herzumachen.


Aber erst einmal hieß es nach dem Begrüßen bitte einmal "bröd med korv", also neudeutsch Hotdog. Es waren viele gekommen. Die Party wurde durch einige Höhepunkte durchzogen. So wurde zum Beispiel die heutige Weihnachtsgeschichte von Boris' schwedischen Mitbewohnern vorgelesen. Fehlen durften natürlich auch nicht der Julmust, also Cola nicht wirklich nach Cola schmeckt. Es schmeckt eigentlich nach nichts Bekanntem.



Ausreichend gestärkt verließ ich die Party und machte mich wieder auf zum Packen. Aber nach der Party hieß es nicht nur für mich voerst abschied nehmen.

2007-12-16

16-12: Last supper

Letzte Fika im Skogis Ambiente....

Treffpunkt für die heutige Fika war das Studentenhaus Skogis. Dort kann man köstlich "fikan" von 12 - 16 Uhr. Aber es war eben die letzte Möglichkeit für dieses Jahr, da erst wieder ab 19.01.08 geöffnet ist, ... eine lange fikafreie Zeit.=(



Leider hatten wir die letzten Male schlechte Erfahrungen bezüglich der Auslastung durch Studenten gemacht, gerade zu späterer Stunde. Komischerweise war es diesmal überhaupt nicht überfüllt und wir konnten sogar sehr angenehm weich auf dem Ledersofa bzw. - sessel sitzen (im Gegensatz zu den Holzstühlen).


Kuchen war wie immer preisgünstig. So muß man etwa 12 SEK (1,30 €) pro Stück berappen. Das Wasser ist wie überall in Schweden kostenlos. Heute hatten es mir wieder der Möhrenkuchen und zusätzlich ein Stück Himbeer-/Blaubeerkuchen angetan. Nach diesen 2 Stück Kuchen fühlte ich mich, wie viele andere an meinem Tisch, gemästet.


So hat man dann an diesem Tag einige getroffen, die man für dieses Jahr vorerst zum letzten Mal gesehen hat, da viele Studenten über die Weihnachtsferien nach hause zu ihren Familien fliegen/fahren.
Das Wetter hat sich schon seit längerem stabil auf etwa -2 -bis - 3 °C eingepegelt und Schnee liegt immernoch. Die Sonne sagt jeden Tag etwa gegen 14:30 auf Wiedersehen und so gehen die Tage dahin bis endlich Weihnachten ist. Leider habe ich heute die 3. Kerze nicht angezündet.

2007-12-13

13-12: Santa Lucia

Der Nikolaus hatte kein Flugticket nach Schweden erhalten und somit fiel für mich jener am 06.12.07 ins Wasser.
Aber glücklicherweise gibt es hier in Schweden ja noch das Luciafest, jedes am 13.12.
Das sollte natürlich ordentlich gefeiert werden. Leider geht das Feiern und das "den Schalter auf Besinnlichmodus-Stellen" schon gegen 6:10 Uhr am Morgen los.
Denn zuerst wird die Lucia des Landes (Schweden) gewählt und sie darf sich dann einen lustigen Kranz mit 5 echten, brennenden Kerzen aufsetzen und hoffen, daß kein Wachs in die Haare kommt. Neben diesem Achtsamsein muß sie natürlich auch mit den Luciahelfern singen. Jene sind wie auch die Santa Lucia in weiß gekleidet und dürfen jeweils eine Kerze in der Hand halten.
Ausgestrahlt wird dieser Spaß dann im Fernsehen zu angegebener Zeit. Das Santa-Lucia-Lied ist schon nach der ersten Wiederholung ein Ohrwurm und wird noch bis Weihnachten geträllert.
Aber wer jetzt denkt, nur weil ich in Schweden bin kann ich früh aufstehen, muß ich eines besseren belehren. Studenten sind eher nachtaktiv und informiert.
So konnte ich mir die Wiederholung dann gegen 16 Uhr im Fernsehen ansehen; aber auch das Internet bietet da gewisse Streammöglichkeiten.

Meine erste wirkliche Luciaprozession sollte gegen 12:15 Uhr in der Aula Nordica (Universität) stattfinden.
Dafür mußte der hauseigene Chor singen.


Die "Liederstunde" dauerte leider nur etwa kurze 30 Minuten an, danach wurde jedoch noch zu einer Luciafika eingeladen.



Pro Person organisierte man eine Kanelbulle (Zimtschnecke) und ausreichend Glögg (Glühwein) ohne Alkohol. So ließen sich diese ganze Aktion viele Studenten, vor allem die Austauschstudenten unter ihnen, nicht entgehen.
Danach machte man sich mit Ohrwurm auf zur nächsten Vorlesung.



2007-12-09

09-12: Julmarket (Weihnachtsmarkt)


Auf ein neues in Richtung Weihnachten!
Heute sollte es mir der Weihnachtsmarkt im Stadteil Gammlia antun. Auf diversen Internetseiten wurde schon Propaganda betrieben, auch die Mundpropaganda sollte da nicht unerwähnt bleiben. Unter anderem sollte die Möglichkeit eines Foto mit einem echten Rentier bestehen. 2 volle Tage (Haha), das heißt Sonnabend und Sonntag von jeweils 11 - 16 Uhr stand der Markt für alle Kaufwilligen und Attraktionsgierigen offen.
Wir pilgerten gegen 11:00 Uhr gen Gammlia.
Angekommen schien es hier aber schon ziemlich voll zu sein, obwohl doch Schweden so groß ist und nur 9 Mio. Einwohner hat.
Die Stände versprachen mal wieder viel Ramsch wie es eben überall gang und gäbe ist. So konnte man lustige Teletabimützen, allerlei Elch- und Rengetier aus Nadelmaterial und eben alles Gute um den Magen zu füllen kaufen.
Nach den ersten 4 Ständen mußten wir auf unserer Weihnachtsmarkttour durch ein Museum.


Hier konnte man dann zum Beispiel Kuchenförmchen kaufen. Leider waren alle Elchförmchen schon aus und so blieb mir nur noch ein Rentierförmchen. Weiter ging es zu den nächsten Ständen mit angebotenen "Korv med Bröd" (Würstchen mit Brot oder neudeutsch Hot Dog), aber auch der Glühwein durfte nicht fehlen. Nur hier trinkt man den Glühwein etwas anders.Er nennt sich "Glögg" und da kommen dann so gute Sachen wie Rosinen oder Mandeln rein, natürlich wird dazu der dazugehörige Plastiklöffel gereicht. Die nächsten Stände offerierten wieder Mützen, etliche Strohfiguren (auch Elche und Rentiere) und nicht zu vergessen die Süßigkeiten.



Das Rentier konnte ich dann leider nicht bestaunen, nur so olle Pferde, aber immerhin ein Fotomotiv wert für alle Städter (, die ja teilweise noch an lila Kühe glauben)! Desweiteren gab es Döner in schwedischer Variation; also Brot und Rentierfleisch rein und dann die ganze Sache für 8 € unter's Volk bringen. Daneben fand sich noch ein schönes Lapplandzelt mit Feuerchen, was aber leider mit Personen überfüllt war. Nach 2 Stunden ging dann auch wieder die Sonne so langsam unter (es war mittlerweile 13:45) und die meisten machten sich auf den Heimweg.


Resumée der ganzen Sache ist eine gekaufte Rentierform und eine schöne Zeit auf einem schwedischen Weihnachtsmarkt. Aber seis drum, meine Roster (Roschter) hab ich trotzdem vermisst. =....(

2007-12-07

07-12: Julkonsert

Endlich! Weihnachten kommt mit großen Schritten auf uns zu. Heute sollte es aber auch mit wohlklingenden Klängen näher rücken.
Dafür lud der Studentenchor der Universität (einer von mehreren) in der Kirche von Ålidhem ein.
Das erste Konzert sollte 18:30 beginnen, das zweite dann gegen 21:00. Ich schloß mich aber eher meiner Gruppe für das erste an. So ging es dann gegen 18 Uhr Richtung Kirche. Angekommen gegen 18:15 blieb ja eigentlich noch einige Zeit bis zum Beginn. Doch erblickten meine dunkelheitgeplagten Augen dort? Die Kirche war schon ziemlich voll und es war echt schwer, 4 zusammenhängende Plätze zu bekommen. Aber es glückte uns dann doch, wenn auch in der letzten Reihe.
Doch wie sieht so eine Kirche in Schweden aus? Zu allererst eher ungewohnt (andere würde hier häßlich verwenden). Jene war innen aus viel Holz, sehr hoch und so gar nicht "festlich" wie die in Deutschland. Es wirkte insgesamt nicht wie eine Kirche, die Orgel glich einem in die Fassade eingearbeiteten Klotz.
Aber eine gute Sache war dann doch zu vermelden. Der Po blieb warm, genau wie der Rest des Körpers. Es war einfach nicht kalt in dieser Kirche und ohne dabei die Jacken anbehalten zu müssen.
Gegen 18:45 ging es aber dann endlich los. Der Chor bestand aus vielen Personen. Aber es sollten auch Solos folgen neben mehreren Auftritten von 3-6 Personen.



Da es ein Weihnachtskonzert war, durfte man schon Weihnachtsklassiker erwarten. Dem geshah auch so, aber eben nur auf Schwedisch und Englisch. Selbst Klassiker wie "Heilige Nacht" wurden strikt in Schwedisch gehalten.
Das Konzert dauerte vielleicht etwa 75 min. und der Eintritt war für alle frei. Jedoch wurde kleine Spende für ein Kinderheim in Rußland gerne gesehen.

So trug dieses Konzert einmal mehr dazu bei, mich mehr und mehr auf Weihnachten einzustimmen. Ein sehr schönes Konzert beendete somit meinen Tag in Umeå.

2007-12-06

06-12: Einmal Tschechien und zurück

Endlich mal wieder etwas los hier in Umeå! Die zeitlichen Möglichkeiten dafür werden immer weniger, auch wenn viele Weihnachtsveranstaltungen rufen.

Heute sollte es wieder in die "Norrlandsoperan" gehen, "Slaviska klassiker" waren im Programmheft aufgeführt. Der Titel verspricht schon einiges, aber wenn man dann noch die Namen Smetana und Drovák erwähnt, sollten einen erstklassische Stücke erwarten.
So geschah es dann auch, daß "die Moldau" gleich zu Beginn des Konzertes gespielt wurde. Für mich war dies der Höhepunkt jenes Abends schlechthin!
Danach folgte wieder ein (Violin-)Solo. Diesmal hieß die Solistin Suyoen Kim. Das erstaunlich dabei war ihr Alter, das man ihr wirklich nicht ansah. Sie war gerade einmal 20 Jahre alt und kommt gebürtig aus Deutschland, ihre Eltern sind aber Koreaner. Wie ich erfuhr, hatte sie sich schon in sehr jungen Jahren (16 ?) einen Namen gemacht. Diesen Erwartungen wurde sie dann auch gerecht, obwohl mir allgemein dieses Solo eher nicht zusagte.
Danach folgte eine Pause oder eben eine Fika mit Käffchen und so.
Im zweiten Teil wurden Kompositionen von Dvorák dargeboten. Dieser Teil war auch sehr angenehm.
Insgesamt hat sich der Abend sehr gelohnt und war wieder ein Hochgenuß für meine Ohren.
Für diesen Abend erschien die selbe Dirigentin wie schon zum letzten, von mir besuchten Konzert ; wirkte sie diesmal jedoch nicht so sicher und motivierend. So bekam selbst ich als Laie kleine Fehler mit.

2007-12-02

02-12: Wenn die Zirpen grillen (bei Schnee)

Eijeijeiiii, was hat das geschneit. Mal wieder typisch! Man verschläft das ganze Wochenende und bekommt erst am nächsten "Morgen" die 15cm Neuschnee mit, die von Sonnabend auf Sonntag einfach mal so in Schweden vorbeigeschaut haben.



So ein Sonntag will genutzt werden, auch wenn er erst gegen 12 Uhr los geht, mehr oder weniger.
Das Motto dieser Stunde lautete Wintergrillen! Dafür gibt es in Umeå eine tolle Möglichkeit. Allerlei Grillplätze am naheliegenden Nydalasee.
So sollte dann die Sause auch gegen 14:30 Uhr starten. Dummerweise war es da schon wieder fast stockduster. Schnell noch im örtlichen ICA Würstchen gekauft und dann ab zum See.



Die Schneemassen haben es einem gar nicht einfach gemacht, bis dahin vorzudringen und die Räumfahrzeuge haben ihr übriges getan, einfach mal so im Weg rumzustehen.
Am Grillplatz angekommen erwartete uns zwar massenweise Holz, aber eben schön nass.
Das erste Feuer unter freiem Himmel hat dann doch nicht geklappt. Mittlerweile waren es jedoch nach dem Neuschnee um die 0°C, Regen sollte zusätzlich noch aufkommen.



Da das erste Feuer wohl nichts geworden ist, schickten wir unsere Späher über den (zugefrorenen) See zur nächsten überdachten Grillstelle. Nach weiteren Minunten folgten wir dann jenen über den See, was sich letztendlich als eher waghalsig herausgestellt hat; wäre schon dumm gewesen, einfach so in der Mitte einzubrechen.
Doch die Würstchen sollte nun endlich ihr verdientes Enden finden. Angekommen am überdachten Grillplatzhäuschen erwartete uns auch schon ein Feuerchen, entfacht durch unsere "Späher".



Da man für die Würstchen kein großes Feuer braucht, war die Grillrunde dementsprechend düster. Spaß gemacht hat es trotzdem, auch wenn der Wind in alle Öffnungen zog.




Nach mehr als 4 Stunden sind wir dann zufrieden wieder über den See nach hause zurück gekehrt.


2007-11-26

26-11: Campus Life

Die Woche ist leider nicht viel passiert, deshalb habe ich auch nicht viel zu berichten. Nichtsdestotrotz nehme ich die Gelegenheit war, einige Winterimpressionen speziell bezüglich des Campus' online zu stellen.


Der Schnee ist komischerweise hier mittlerweile Alltag. Die Sonne lässt sich immer weniger blicken. So könnte es (gefühlt) schon wieder fast Nachmittag sein, wenn man früh zu den Vorlesungen schlendert. Und nach vielleicht 2 Vorlesungen ist dann der Tag (gefühlt) auch schon wieder vorbei. Aktuell ist es eben schon gegen 14:30 dunkel und es kommt einen vor wie 21 Uhr.


Aber mit der Kälte von hier vielleicht durschnittlich -4°C kommt man ganz gut zurecht.


Aber ein wirkliche Sensation stellt die "Uhr" in der Universitätsbibliothek dar. Sie besteht im Prinzip aus einer Vielzahl von Spiegel, die sich je nach Zeit so ausrichten um jene richtig anzuzeigen; aber seht selbst!


2007-11-22

22-11: International Dinner

Dinner wurden bisher viele abgehalten; die privaten, jene mit der Mentorgruppe. Diesen Abend war jedoch ein International Dinner für alle etwa 400 Austauschstudenten geplant.
So wurden diverse Länderflaggen aufgestellt, eine Weltkarte ausgehängt, der Beamer für folgende Präsentation angestellt und und und.




Komischerweise fehlte die deutsche Stehflagge, bei immerhin 25%er Anwesenheit deutscher Studenten.
Den Rahmen dieses Abends bildeten jedoch die von den Studenten der jeweiligen Nationalität gebackenen/gekochten Spezialitäten. Man durfte unter anderem Speisen aus Frankreich (Crêpes), Schweden (Kötbullar), Schweiz (Bananenkuchen), Türkei (nein, keinen Döner), Spanien, etc. kosten. Aber die wirkliche Sensation stellte das Essen aus Brasilien dar.



Die Verkostung wurde durch ein reichhaltiges Programm untermalt. Begonnen wurde mit diversen Powerpointpräsentation über Irland, England, die Tschechische Republik, Slowenien, Türkei und zu guter Letzt Brasilien.


Dazwischen tanzte unsere Tanzgruppe schwedische Volkstänze gemäß dem Motto von "Studenten für Studenten".






Der Abend ging insgesamt von 16 - 20 Uhr und war nicht nur eine Bereicherung für meinen Magen.

2007-11-11

11-11: nya kurser

Juhu, das Semester ist rum, zumindestens die erste Hälfte. Auf geht es zu den neuen Kursen.
Weil ich den Hals mal wieder nicht voll genug bekommen kann, habe ich mich doch gleich für 4 Kurse entschieden; die Regel hier sind eher 2.
So habe ich neben dem Folgekurs Schwedisch Steg 4 (für die proffesionellen Anfänger) weterhin Numerical Approach to PDE, Quantum Transport Theory und Elektrodynamik 2 belegt.
Die Unversität ist hier eher weniger theoretisch ausgelegt, was sich unter anderem auch an der Kurswahl zeigt.
Schwedisch wird wieder einmal ein hartes Stück Arbeit. So dürfen wir für den mündlichen Teil der Prüfung einen 5-minütigen Vortrag über irgendein Thema halten, aber eben bitte auf Schwedisch.
Elektrodynamik 2 vereint zu 30% Inhalte aus unserer Elektrodynamikvorlesung im 4.Semester in Jena, der Rest ist dann doch sehr relativistisch angehaucht. Die Zauberwörter sind 4er-Vektoren und Tensoren; aber das ist ja sicherlich auch bei einem Astro-Prof. zu erwarten.
Ein besonderes Schmankerl stellt aber Quantum Transport Theory dar. Das einzige Buch, was als Titel den Titel der Vorlesung trägt, verfasste unserer Professor hier. Um es noch einmal zusammen zufassen, das bedeutet 400 Buchseiten werden in weniger als 10 Wochen abgehandelt. Einen Auszug gibt es dann in ausgedruckter Form als Lecture Notes. Andere würde es als die 1.Fassung bezeichnen.
Der letzte Kurs ist dann sehr praktisch angehaut und beinhaltet "Computerlabs" und diese kosten wie jedes Praktikum viel Zeit.

So heißt es mal wieder bis Weihnachten "plugga,plugga, plugga!" Aber die Weihnachtsferien heißen nichts Weihnachtsferien, weil man dann Ferien/Urlaub hat. Direkt nach dieser 2-wöchigen Schonheit schlagen dann die restlichen Klausuren zu Buche.
Doch ein Highligt wartet zumindestens auf uns, ein "Artic Science Course". Ich glaube es reicht für die Nichtphysiker unter euch von einen "Schneemmann professionel bauen" - Kurs zu sprechen.
Aber es hat sich noch mehr verändert. Hier wird es immer früher dunkel. Gegen 15 Uhr ist es das dann auch richtig.
Das war es erst einmal von mir und dem Leben auf dem Campus.

2007-11-09

09-11: Ich darf wieder in die Schule!

Heute stand ein Schulbesuch auf dem Programm.
Schon im Vorfeld durften wir uns für den Besuch eines Deutschunterrichtes in einer schwedischen Schule einschreiben. Dies habe ich auch getan, wenn ich schon hier nicht mit meinem Schwedisch glänze.=)
Deshalb mußte ich dann auch früh aufstehen. Schüler sind eben noch keine Stundenten und fangen deswegen eben früh am Morgen an. Das erste Mal habe ich realisiert, daß es 7 Uhr ja noch dunkel ist. Die Schule war gleich neben dem großen IKSU-Sportgebäude und stellte keine längere Strecke dar. So wartete ich dann auf den Deutschlehrer im Foyé der Schule. Wow, Schweden hat auch sehr moderne Schulen. Leider ist mir zu allererst das "Bitte keine Fotos"-Schild ins Auge gesprungen. Weil ich der erste und zu dieser Zeit einzige deutsche Student im Foyé war, durfte ich auch gleich beim Aufbauen helfen. Doch in die Schule kommt man (als Schüler/Lehrer) nur mit Chipkarte durch eine Drehtür, ist das modern. Dann ging es weiter (mit dem Deutschlehrer Herr Meuser) ins Lehrerzimmer. Vielleicht muß ich noch mal ein Synonym für Lehrerzimmer nachschlagen, aber dieses glich einer Lounge, einre Ruheoase, die ihresgleichen sucht. Der Raum war komischerweise größer als jeder Klassenraum und hatte eine sehr neue und moderne Ausstattung mit roten Sofas und eigener Einbauküche.
Nach dem Aufbau des Konferenzraumes für den Unterricht trafen wir dann die restlichen warteten deutschen Stundenten und ging gemeinsam zu den schwedischen Schüler. So stellten wir 3 uns den etwa fünfzehn 16-jährigen Schweden/Schwedinnen vor. Dann folgte die Gruppeneinteilung auf 3 Gruppen zu je einem deutschen Studenten. Wir sollte einiges über uns erzählen, den Schülern aber auch einige deutsche Antworten/Sätze entlocken.
Leider haben diese dann immer mit "Ich weiß nicht!" geantwortet. So verging die Unterrichtstunde (die hier 70 Minuten dauert) nur sehr schleppend vorran. Schade eigentlich, aber was soll man da machen. Immerhin war jene im "Steg 2", also doch schon ein eher fortgeschrittener Kurs.
Dann ging es zur ersten Vorlesung in der Universität. Komischerweise bestand die Vorlesung dann aber nur aus mache ein Anwesenheitskreuz, nimm ein Vorlesungsskript und verschwinde.
Gegen 12:10 stand die nächste Runde Schulbesuch an. Hoffentlich wird es diesmal besser.
Uns erwartete neben vielem selbstgebackenem Kuchen eine weit aus motiviertere, aber auch fortgeschrittenere Deutschklasse (Steg 3).
Hier war der Frauenanteil mit 2 Mädchen von 14 Schülern sehr niedrig. Ich wurde 3 Jungen zugeteilt, etwa im Alter von 17 Jahren. Aber ich war sehr überrascht. Sie waren sehr motiviert, haben viel gesprochen (jeder von Ihnen), aber auch viel gefragt. So verging diesmal die Unterrichtsstunde wie im Fluge.
Als kleines Dankeschön haben alle deutschen Studenten einen Kinogutschein erhalten. Danach durfte ich dann noch 4 Stunden Quantentransporttheorie über mich ergehen lassen.
So ein Tag war ich in meinem "Urlaubssemester" schon gar nicht mehr gewohnt, letztendlich hieß es aber dann: Wochenende.
Weiterhin wurden wir noch mit reichlich Schnee belohnt, hatte es aber zuvor am Tag sehr viel geregnet und die Wetteraussichten für die kommenden Tag versprechen zusätzlich eher Minusgrade.

2007-11-08

08-11: Schweden hat einen neuen Superstar!

(Sverige behöver inte en ny superstar!)

Die Klausuren habe ich ordnungsgemäß über die Bühne gebracht. Aber heute will ich singen!
Es wurde zur Playstation Singstar-Party bei Boris eingeladen. Wieder einmal war es für mich das erste Mal.
Angekommen gab es dann auch schon die ersten technischen Probleme mit dem Fernsehen. Aber dies lösten wir durch das kurzeitige Entwenden eines anderen Fernsehen zwei Korridore unter jenem.
Dann laß uns die Party rocken. Insgesamt waren wir 7 Personen, die Männer diesmal in der Überzahl und bis auf die Anita nur Deutsche. Insgesamt sangen wir bis 1 Uhr und ich durfte an diesem Tag auch noch 7 Uhr aufstehen.

Anita, Sören und Caro

In den Runden, in den ich mit meinem Team nicht vorne lag, haben wir wenigsten an Erfahrung gewonnen. So durfte ich Klassiker wie "No woman, no cry" oder Baby Girl (von Aqua) singen. Aber auch Sachen wie "You can't touch this" von MC Hammer rappen.

Ich und Christian

Es war ein Abend, der unbedingt einmal wiederholt werden muß, andere würden es aber auch Revanche nennen.


2007-11-07

06/07-11: tentorna, men sedan inte längre pluggar!

(Die Examen, aber danach nicht mehr lernen!)


Weil es 2 Klausuren waren, darf ich auch im Plural schreiben. Zuerst stand der Höhepunkt an - Quantenmechanik 2. So ging ich mit einem weinenden, aber auch mit einem lachenden Auge in die Klausur. Nie wieder "Jabb" oder " Your mother must have told you this!" mit diesem netten russischen Akzent.
Aber vor der Klausur hieß es erstmal richtig ausschlafen, also bis 12 Uhr. Die Klausur sollte erst gegen 16 Uhr beginnen, aber dafür dann knallhart 6 Stunden bis 22 Uhr, damit man dann gleich in die Feierlaune übergehen konnte.
(Wir reden momentan ürigens vom 06.11.07) Somit ging dieser Tag erst gegem 14 Uhr so richtig los. Nach dem Mittagessen durfte ich mir dann auch gleich wieder das Abendbrot zubereiten, für die Klausur versteht sich.
Wie schon die Schwedischklausur und alle folgenden Klausuren (über 2 Stunden) wird diese Klausur im "Östra Paviljon" geschrieben; eine Studenten-Folterkammer, nur dafür geschaffen, die Studenten auf das Grausamste 6 Stunden lang hinzurichten, bloß zu stellen bis sie auf alle Vieren wieder das Gebäude zu verlassen.

Östra Paviljon

Leider ist es 16 Uhr zu dieser Jahreszeit schon dunkel in Nordschweden. Da fühlt man sich wie "Ich könnt' aber schon wieder ins Bett gehen.".
Als ich in der Folterkammer meiner Bestimmung angekommen bin, habe ich auch schon die anderen bekannten Gesichter aus meiner Seminargruppe ausmachen können.



Erster Schritt war es dann jedoch das Essen zu ordnen. Es gab leckere kalte Vollkornpfannkuchen, Salat und so ein Bananenkokosmilchgemansche; war dann doch aber irgendwie sehr braun geworden. Die anderen hatten ihre Tische mit Süßigkeiten vollgestellt.
Ein geiles "Feature" dieses Gebäudes ist der Alarm. Sobald man eine SMS versendet/empfängt, geht der Alarm los; das nenn' ich mal Klingelton.
Auch eine ein kleines "Haus im Haus" gab es, nur wurde das dort Raucherkabine genannt. Aber es sollte doch eigentlich egal sein, ob man den Rauchertod oder den Klausurentod an diesem Tag stirbt.
Auch diese komischen Schweden mit ihren Overalls umzingelten mich von allen Seiten.



Es wurden anschließend die Klausuren verteilt. Komischerweise meldete sich etwa die doppelte Anzahl der Kursteilnehmer für QM 2, so viele Nachschreiber?
Dann wollen wir mal das Kind schaukeln!
Mit einem guten, schon aus den Seminarleistung erwirtschafteten Puffer von 30% bestand das Primärziel darin, die verbleibenden 2 Punkte (10%) für das Bestehen zu erreichen.
Das Ziel hatte ich dann auch nach den ersten 10 Minuten erreicht.
Was nun? Mach' ich mir einen schönen Abend, oder will ich es wissen. Aber das ganze Essen war ja auch noch da; schon blöd, alles wieder mitzunehmen.
Bis zur 7. Aufgabe bin ich ganz gut durchgekommen, aber dann die 7.!
Doch was ist das? Da ist doch ein Fehlerteufel am Werk. Da fehlt doch einmal die Einheit Meter. Was machen wir denn jetzt? Die nächsten 10 Minuten habe ich trotzdem gerechnet, hätte aber noch mindestens 3 Stunden gebraucht, diesen Mist zu ende zu rechnen. Solche Integrale rechnet man nicht selber aus. Was ist das für ein Mist.


Letztendlich bin ich dann 30 Minuten vor Schluß gegangen. Komischerweise kamen unter anderem genau die Aufgaben von vorrangegangen Seminaren dran, die ich mir vorher nicht angeschaut habe.
Aber in allem bin ich doch sicherlich zu einem guten Resultat gelangt, letztendlich wird sich das in der nächsten Woche zeigen.
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Mittwoch mal wieder früh 12 Uhr aus dem Bett gekommen ging es auch gleich zum ungedeckten Frühstückstisch.
Heute stand schwedische Geografie auf dem Stundenplan. Da ich keine Lust und Zeit hatte, mehr als so manch ein Schwede über Schweden zu wissen, habe ich mir wenige konkrete Lernschwerpunkte herausgepickt und diese noch bis zum Exzeß gelernt. Leider hatte ich ein Problem. Die Klausur war auf Englisch, einer unserer Professoren hat uns aber zugesichert, die Antworten auch in Deutsch geben zu können. Nun habe ich auf Deutsch gelernt, aber Albrecht meinte einen Abend zuvor, das wäre nur ein Scherz gewesen. Naja, das werde ich trotzdem schon irgendwie über die Bühne bringen.
Dann ging es auch irgendwann am Tag zur Klausur. Sie war für 18:00 bis 20:00 angesetzt. Gut vorbereitet, ohne einmal in den "Atlas of Swedens Geography" (Kurslehrbuch) geschaut zu haben, warte ich mit den anderen angetretenen Klausurwilligen im Raum. Als es dann jedoch 20:15 war, fragten wir uns schon, ob wir das richtige Jahr gewählt haben. Doch plötzlich kam der Professor in den Raum und erklärte uns, daß er annahm, wir wären im anderen Raum, wo er schon eine längere Zeit wartet. Und was ist nun das Einfachste? Richtig, die ganzen Studenten folgen ihm in den Raum; ich liebe diese Geografen. Dort wartete dann aber auch noch sein Sohn (vielleicht 5 Jahre) als zweite Aufsichtsperson.
Der Test bestand aus 2 Teilen. Der erste Teil bestand wiederum aus 2 kleineren Aufsätzen zu ausgewählten Themen. Ich durfte über die (geschichtlichen) Ursachen der Verstädterung in Schweden schreiben und dann auch die Gründe diskutieren. Das zweite Thema befasste sich mit dem politischen System Schwedens. Sch..., das hatte ich mir doch vorher nur 10 Minuten profylaktisch angesehen. Glücklicherweise sollte ich dies dann auch noch mit meinem Heimatland vergleichen dürfen.
Aber der Hammer sollte noch folgen. Multiple Choice-Fragen; also "Du hast die Wahl zwischen 6 Antworten". Die Fragen waren ja schon mal sehr fies. Die Erste hatte ich noch hinbekommen, die zweite wollte von mir wissen, was ein "ester" ist. Leider war keine Antwortmöglichkeit "ein schwedisches Wort", sonst hätte ich die dafür vorgesehenen 2 Punkte im Sack gehabt. Weiter ging es. Nächste Frage war nach dem unbeliebtesten Urlaubsziel (bezüglich der schwedischen Bevölkerung) von 6 Auswahlmöglichkeiten . Die nächste Frage war so ähnlich, dann aber bezüglich des Handelspartners.
Dann sollten wir auch noch das jüngste Sportevent aus verschiedenen Marathons/Rennen in Schweden wissen. Eine Frage war bezüglich einer Defintion "urbanized rural city" wie sie im schwedischen Atlas vorkommen soll. Hätte ich mir das Ding doch nur mal angeschaut.
Aber glücklicherweise durfte ich dann doch bei den Aufsatzzhemen in Deutsch antworten und somit hat es locker für die 50% gereicht; war ja eh nur eine "Spaßvorlesung".

2007-11-03

03-11: [...], diesmal aber richtig!

Juhu! Schnee, snow, snö. JAHA

Wieder einmal eher spät aus dem Bett gekommen, traue ich meinen Augen nicht. Diesmal ist doch aber wirklich so ziemlich alles weiß. Dann muß ich eben nun endlich meine Winterkollektion mit den sexy langen Unterhosen aus dem Schrank hervorkramen und das beste hoffen. Hoffentlich bleibt ein bisschen liegen zum Schneemann bauen.