2007-10-20

20-10: Wanderausflug

Wie im Post zuvor schon berichtet, es schneit und dann taut es auch noch. Aber um es mal mit den Worten einer Hikingteilnehmerin zu sagen, "[...] besser als Regen".
Alle Wanderbegeisterten trafen sich gegen 13 Uhr im Stadtzentrum. Dort haben wir uns dann alle in einen Bus gesetzt um zum Berg zufahren, aber Berg ist hier in Schweden nicht der richtige Ausdruck. Man sollte es hier eher Hügel nennen.
Raus aus den Bus, sammeln und dann ging es auch schon ab auf den Berg. Gut, das ich mir vor dem Schwedentrip noch ordentliche (Wander-)Schuhe zugelegt habe. Wenn ich so auf das Schuhwerk einiger Teilnehmer sah, es hat immerhin getaut, dann fühlte ich mich ein wenig sicherer.





Das Wandern dauerte somit auch nicht länger als 15 Minuten. Innerhalb dieser Zeit waren wir auf unserem Hügel und fanden ein riesiges Zelt.


das besagte Zelt

Dort wurde dann noch schnell ein Feuerchen gemacht und es gab mitgebrachte gegrillte Bananen mit Schokolade und Marshmallows.









Nach einigen Stunden am Feuer lag eine gewisse Aufbruchstimmung in der Luft und so wanderte die erste Gruppe 40 Minuten zurück zu einer Bushaltestelle, nicht der ursprünglichen, denn dort fuhr an diesem Tag nur noch ein Bus um 20 Uhr. Dann waren wir von vielleicht ursprünglich 16 Teilnehmern nur noch 10.
Aber auch für uns hieß es dann Abschied nehmen und wieder raus in die bittere Kälte zurück nach Umeå.


in Schweden hat man irgendwie überall Handyempfang



das Dorf am Berg

20-10: Es schneit, juhu!

Sonnabend, Wochenende, da kann man schon mal alles etwas ruhiger angehen. Wie mein Frühstück, das ich gegen 10 Uhr anging. Eh ich jedoch so richtig in den Tag gekommen bin, schlug die Uhr 12.
Aber was sehen meine verquollenen Augen da auf der anderen Seite meines Zimmerfensters? Nein es sind nicht Tonnen von Katzenstreu; es ist SCHNEE, SCHNEE.








Leider waren es nur + 3 °C, also keine Möglichkeit diese weiße Pracht auf Dauer bestaunen zu können. =(

2007-10-19

19-10: Oktoberfest

..feiert man natürlich im Oktober und nicht im September; wäre ja sonst auch das Septemberfest.

Kurz nach der Schwedischklausur hatte ich eigentlich Lust auf Entspannung; einfach mal den Papst Papst sein lassen.
Für diesen Tag wurde unter anderem das 2. International Dinner unserer Mentorgruppe geplant, aber die Zeit für das Vorbereiten eines landestypischen Gerichtes hatte einfach nicht gereicht. Es sollte also ein ruhiger Abend werden.
Doch dann kam alles anders. Mein schwedischer Tandempartner wollte mich mal wieder Treffen (nach seiner Woche in Stockholm) und sah ein privates Oktoberfest als günsitgen Anlaß.
So fragte er mich per SMS, ob ich komme und ob ich etwas Deutsches hätte, wie zum Beispiel Lederhosen. Ich dachte, ich hätte wirklich an alles gedacht, aber die Lederhose hatte ich natürlich zuhause in Deutschland vergessen.


links seht ihr meinen Tandempartner(er wohnt noch bei seinen Eltern)


Gegen 19 Uhr traf ich dann auf der Oktoberfestpartymeile, auch Korridor genannt, ein und mir kamen auch gleich dutzende oktoberfestwürdig-gekleidete Personen entgegen.
Der erste Akt war die Vergabe von Namensschildern für alle. Ich war der "Alois", aber es gab noch andere lustige Namen wie Liserl, Peter, Sannerl, Heidi und und und.
Alle waren insgesamt sehr bayrisch gekleidet. (Einige Schweden kauften sich extra noch einen bayrischen Hut für umgerechnet 10€.) Schnell wurde im Nebenzimmer noch die Oktoberfestmusik auf den iPod kopiert.
Und dann ging das Fest auch schon los. Austragunsrt war der gemeinsame Wohnbereich im Korridor zweier Würzburger Austauschstudenten. Komisch, ich dachte dieWürzburger gehören zu den Franken. Aber es sollten nicht die einzigen Würzburger sein. Daneben fanden sich natürlich auch einige Schweden, wie mein Tandempartner, aber auch finnisches Mädels in Trachtenkleidung ein. Nichtdestotrotz wurde am gesamten Abend eigentlich nur Deutsch gesprochen, einzige Ausnahme bildeten einige englische Dialoge mit schwedischen Gästen.



Aber das war noch nicht alles. Zur Verköstigung gab es Brez'n, auch die glutenfreie Variante für besondere Personen, Zwiebelkuchen und Obazda.





Der Alkohol durfte natürlich nicht fehlen und so brachte jeder typisch bayrisches Bier aus dem Systembolaget mit.
Es wurde das Lied der Bayern gesungen oder aber Schuhplatler getanzt. Gut, daß ich filmen/fotografieren mußte.
Eine weiteren Akt der Zeremonie stellte das Vorlesen eines sehr bayrisch angehauchten Textes durch die schwedischen und finnischen Gäste dar; ein sehr erheiternder Moment für alle Beteiligten.


Finnisches Intepretation des "deutschen" Textes

Aber auch "Singen oder Saufen" wurde zelebriert.



So ging die Oktoberfestnacht dann für mich bis 1 Uhr und den ganzen Abend über bedrückte mich so ein Gefühl von Unwohlsein. Es war das eine Stück Zwiebelkuchen, das schwer im Magen lag.









19-10: Schwedisch sprechen, schreiben und leben

Wie ihr seht, ist die Woche über nicht viel passiert. Klingt komisch, ist aber so. Aber es war auch besser so, denn am Mittwoch absolvierte ich meine mündliche Prüfung (heißt hier tentamen oder prev) im schwedischen Fortgeschrittenenkurs. So saßen wir am besagten Mittwoch in mehreren Gruppen von 4-6 Personen und durften uns über Themen wie Freizeit, Reisen oder Korridorleben auf schwedisch unterhalten (insgesamt 30 Minuten). Wir sind wieder einmal vom Thema kommen und haben uns über den Vietnam unterhalten. (Eine Diskussionsteilnehmerin kam ursprünglich aus Vietnam). Danach war eine Tête-à-tête mit dem Kursleiter Jonas angesagt. Er fragte uns zum Beispiel, was wir vom Schwedischkurs halten, was man verbessern könnte und ob wir auch im Kurs Teil 2 erscheinen werden.

Es lief für alle eigentlich recht gut, die einen redeten eben mehr, die anderen waren etwas schüchterner.
Für den Freitag blieb dann nur noch der schriftliche Teil der Prüfung übrig. Dafür hatte alle viel Grammatik zu pauken. Glücklicherweise wurde etwa 70% der Grammatik des aktuellen Kurses schon zuvor in den Schwedischkursen in Deutschland behandelt. Einzig die Fülle der unregelmäßigen Verben bereitete mir Kopfzerbrechen.
Insgesamt brachte ich das Examen am Freitag aber gut über die Bühne, reichen einem zum Bestehen des schriftlichen Teils der Prüfung ja "nur" 65% der Gesamtpunktzahl.

Völlig geschafft von der Woche wollte ich nur noch eines, Ruhe, viel Ruhe; und endlich mal einen Abend nichts machen. Leider kenne ich das am Wochenende gar nicht mehr, einfach mal nichts machen und vielleicht zur Abwechslung mal einen niveauvollen Film ansehen.
Auch war an diesem Abend mal wieder ein International Dinner geplant, aber eben kurz nach der Klasur, die 17:00 endete. Und zu solch einem International Dinner sollte man ja auch landestypische Spezialitäten mitbringen. Dafür hatte dann die Zeit einfach nicht mehr gereicht.
Ich freute mich auf einen schönen, angenehmen und vor allem ruhigen Abend.
Doch dann kam alles anders...