2007-10-13

11-10: Jag behöver en andra svensk

Heute berichte ich euch über meine schwedische Familie, so hieß es zumindest im Reiseführer 07/08 für ein Auslandsjahr in Schweden.
Vor meiner Reise nach Schweden konnte ich mich für ein sogenanntes "host program" eintragen. Ziel dieses Programmes ist es, ein Paar (also 2) ausländische Studenten und eine schwedische Famile für kommende gemeinsame Aktivitäten in Schweden zusammenzuführen.
Erster Termin war der betitelte Tag mit einem ersten Treffen aller Paare mit musikalischer Untermalung und einem Buffet für alle.
Die Veranstaltung an diesem Abend war in irgendeinem Universitätsgebäude geplant. Auf der Suche nach diesem Gebäude traf ich dann auch schon erste schwedische "Hostprogram-Teilnehmer, die ,wie auch ich, wild und ziellos umherirrten. Aber kein Problem, es gibt ja Karten und man kann weiterhin fragen. Schließlich haben wir es dann doch noch gefunden.
In diesem gebäude befindet sich eine sehr große Cafeteria, oder wie ich sie in Schweden nenne, FIKARIA.
Das erste, was uns begegnete, waren lange Liste mit Namen aller schwedische Hostprogram-Teilnehmer und natürlich aller teilnehmenden Austauschstudenten.
Sofort entedeckte ich neben Albrechts Namen auch meinen eigenen. Albrecht ist der andere Physikstudent, der einen Platz an der Univerisät in Umeå erhalten hatte (und mit mir im selben Semester Physik in Jena studiert). Zusammen mit einer weiblichen Person aus Schweden bilden wir letzendlich ein "Hostprogram-Paar".
Ok, ich fand also meinen Namen, den von Albrecht und dann noch einen gar nicht so schwedisch klingenden Namen.
Aber warten wir erst einmal die Eröfnnungszeremonie dieses Abends ab.
Nach einer herzlichen Begrüßung ging es dann auch gleich darum, sich als Gruppe (= 2 Austauschstudenten und eine schwedische Person) nahe des Podiums zu finden. Dafür wurden die Namen aller Gruppenmitglieder nacheinander aufgerufen, also immer im Dreierakkord. Die jeweilge Gruppe sollte sich dann eine Sitzgelegenheit suchen und beginnen sich miteinander zu unterhalten.
Die Spannung stieg; welche Schwedin bekommen den Albrecht und ich? Und da stand sie auch schon nahe am Podium; empfing sie uns doch gleich mit einem perfekten Deutsch wie es perfekter gar nicht sein kann. Ok, eigentlich wollten wir ja Schwedisch sprechen/lernen.
Später stellte sich dann heraus, das unsere "Host-Partnerin" (Dorothea war ihr Name)aktuell im Fach Germanistik promoviert. Weiterhin lebt sie schon seit 1971 in Schweden, speziell Stockholm und ist später in den 80ern nach Umeå umgesiedelt. (Ihre Eltern haben Deutschland verlassen, kehrten jedoch nach einiger Zeit wieder nach Deutschland zurück. Dorothea hat sich jedoch (damals als Kind) für Schweden entschieden und blieb in Schweden.) Sie hat 3 Kinder und ist sehr nett.
Leider haben wir uns mal wieder die ganze Zeit auf Deutsch unterhalten. Sie fragte uns, was wir den gerne so machen würden, also ob uns konkrete Ausflugsziele vorschweben oder ob es auch mal ein gemeinsamer (schwedischer/deutscher) Koch-/Backtag sein darf.
Die nächsten 2 Wochen ist sie mit ihrer Arbeit sehr beschäftigt, aber danach lassen wir es dann mal so richtig krachen, hier in Umeå.
Ich halte euch auf dem Laufendem!

2007-10-12

12-10: Sushi-Abend

Wie jeden Freitag nach allen Vorlesungen erreichte ich mein Zuhause erst nach 18 Uhr.
Ich hatte für heute Abend noch gar nichts geplant außer diverse Freunde über Skype anrufen. Doch als ich dann den Computer anschalte, erhielt ich auch gleich eine Nachricht über einen Sushi-Abend, der heute Abend gegen 19 Uhr stattfinden soll. Klingt nicht schlecht, aber vor 20 Uhr werde ich es sicher nicht schaffen.

So war ich dann auch 20:30 Uhr (da ich immer zu spät komme, ist das quasi für mich 20 Uhr) in Daniels(=Gastgeber) Korridor, also 1,5 Stunden nach offiziellem Beginn. Glücklicherweise war die Zubereitungsphase der Sushis noch nicht sehr weit fortgeschritten und es bestand für mich noch die Möglichkeit aktiv daran teilzunehmen.


Rocky(Deutschland), Francoise(Frankreich) und Dempsey(Frankreich)








Ich muß zu geben, es war auch für mich das erste Mal.
Aber die Sushis sind dann doch irgendwie geworden, wurden sie doch unter allen anderen fertigen Sushi gemischt und man musste seine Sushis nicht alle allein essen.
Wow, wir waren dann letztendlich 21 Uhr fertig. Das Essen der Sushis hat dann nur bis 21:30 Uhr angehalten. Alle Teilnehmer (es waren insgesamt 5) waren proppenvoll aber die Sushis noch nicht alle.






Was tun mit so einem angebrochenen Abend? Wir entschieden uns für einen anschließende Filmvorführung auf Daniels Notebook. So recht kamen wir auf keinen gemeinsamen Nenner. Daniel wollte uns dann kurz einen Film für 10 Minuten anspielen, weil keiner den Titel dieses Filmes zuvor gehört hatte. Der Titel war "Harald and Maude".
Komischerweise sind aus diesem 10 Minuten dann etwa 1,5 Stunden geworden und wir haben den Film bis zum bitteren Ende angesehen. Ein wirklich sehr empfehlenswerter Film zwischen den zahllosen Happy-End-Hollywood-Produktionen.
Nach dem Film und einer Unrzeit von 1 Uhr hieß es dann mal wieder, bei 0°C 20 min nach hause radeln;...


...insgsamt ein sehr schöner Abend fernab von allen 0815-Partys.

2007-10-08

08-10: Kartenwahn

Auf dem folgenden Bild seht ihr alle meine Chipkarten. Jene werden für den Zutritt zu Universitätsgebäuden nach 17 Uhr, für das Ausleihen von Büchern in der Universitätsbibliothek und und und benötigt.



Aber auch sonst wird nicht gekleckert. Das Ziehen der Nummer (bei zum Beispiel Behörden) müsste jedem geläufig sein. Hier wird immer und überall gezogen und das nicht nur auf der Toilette Man zieht eine Nummer auf der Bank, in der Bibliothek, auf Behörden, im Touristenbüro, ja selbst in Elektronikfachmärkten. Ihr seht unten meine Nummer, die ich für eine Auskunft im Elektronikfachhandel ziehen mußte.



06-10: Radeln für die Wadeln


... oder einfach nur, um (gemeinsam) die schöne Natur Schwedens zu genießen.
Wieder einmal haben wir Glück mit dem Wetter. Keine einzige Regenwolke oder irgendein anderer Störenfried ziert den Himmel.
Und so fanden sich dann auch zum "frühen Morgen" 13:00 Uhr alle Radelwilligen am Treffpunkt ein.




Aber es sollte nicht irgendeine Radtour werden; nein, auch ein wenig Kultur darf integriert werden. Unsere "Füherin" hatte mal wieder ihren Hund mit und es lief alles darauf hinaus, daß jener das Tempo vorgibt. Aber letztendlich haben die vorsichtigen Chinesen auf ihrem Fahrrad das (langsame) Tempo vorgegeben.
Die Radtour sollte am hier bekannten "Umedelen", ein Radweg, langführen. Dieser ist eigentlich über 40 Km lang.



Wir wählten die kürzere Variante und kamen vielleicht insgesamt auf maximal 10 Km, begleitet von vielen Pausen um zu rasten, aber auch, um ein Stück mehr kulturelles Wissen aufzusaugen.
Da Bilder mehr als Tausend Worte sagen, habe ich dem nichts hinzuzufügen.



"Über sieben Brücken musst du gehn. [...]."



Fika

Einzig die Rast auf dem Spielplatz sorgte für heitere Stimmung unter den Austauschstudenten und verursachte bei Ankündigung der Fortsetzung der Radtour nur grimmige Gesichter.



Spielplatz...



Zwei landschaftliche Impressionen für alle Schwedenliebhaber



Der Empfang in Schweden ist überall gut!