Aber glücklicherweise gibt es hier in Schweden ja noch das Luciafest, jedes am 13.12.
Das sollte natürlich ordentlich gefeiert werden. Leider geht das Feiern und das "den Schalter auf Besinnlichmodus-Stellen" schon gegen 6:10 Uhr am Morgen los.
Denn zuerst wird die Lucia des Landes (Schweden) gewählt und sie darf sich dann einen lustigen Kranz mit 5 echten, brennenden Kerzen aufsetzen und hoffen, daß kein Wachs in die Haare kommt. Neben diesem Achtsamsein muß sie natürlich auch mit den Luciahelfern singen. Jene sind wie auch die Santa Lucia in weiß gekleidet und dürfen jeweils eine Kerze in der Hand halten.
Ausgestrahlt wird dieser Spaß dann im Fernsehen zu angegebener Zeit. Das Santa-Lucia-Lied ist schon nach der ersten Wiederholung ein Ohrwurm und wird noch bis Weihnachten geträllert.
Aber wer jetzt denkt, nur weil ich in Schweden bin kann ich früh aufstehen, muß ich eines besseren belehren. Studenten sind eher nachtaktiv und informiert.
So konnte ich mir die Wiederholung dann gegen 16 Uhr im Fernsehen ansehen; aber auch das Internet bietet da gewisse Streammöglichkeiten.
Meine erste wirkliche Luciaprozession sollte gegen 12:15 Uhr in der Aula Nordica (Universität) stattfinden.
Dafür mußte der hauseigene Chor singen.

Die "Liederstunde" dauerte leider nur etwa kurze 30 Minuten an, danach wurde jedoch noch zu einer Luciafika eingeladen.


Pro Person organisierte man eine Kanelbulle (Zimtschnecke) und ausreichend Glögg (Glühwein) ohne Alkohol. So ließen sich diese ganze Aktion viele Studenten, vor allem die Austauschstudenten unter ihnen, nicht entgehen.
Danach machte man sich mit Ohrwurm auf zur nächsten Vorlesung.





