Auch nach dem Öffnen der Augen und der Vorhänge später machte sie eine trübe Stimmung bereit, es war eben nicht nur im Zimmer trüb. Trotzdem war der heutige Tagesplan mit vielen Aktivitäten gespickt. Begonnen wurde mit Kirchen und Kerzen anzünden für 3 SEK, Gebete schreiben undsoweiter. Danach ging es dann zum Maritiman, eine Art Freiluftschiffsmuseum, natürlich mit ausreichend vielen und unterschiedlich großen Schiffen. Die Tour durch beziehungsweise alle Schiffe vereinnahmte uns fast 3 Stunden.
Höhepunkt dabei war ein Kreuzer, der von innen besichtigt werden konnte. Liebevoll wurde dort das Leben der Bordmitglieder illustriert. So erschreckte man jedesmal, wenn man so eine Puppe in einer Kombüse von einem auf dem anderen Moment entdeckte.
Aber auch das Bestaunen und Besichtigen eines U-Bootes war sehr lustig.
Die Betten neben den Torpedos konnte unter anderem ausprobiert werden.Danach ging es zur Kunsthalle, leider war es nicht "die Kunsthalle", sondern nur eine, was dann auch den freien Eintritt rechtfertigte. Dort konnte man dann auch ausgestellte Bilder für 1000€ und mehr erwerben. In der Nähe der Kunsthalle sollte sich zudem das Kunstmuseum befinden, laut Karte zumindestens. Aber glaube eben keiner Karte, die du nicht selbst gezeichnest hast. Die eigentliche Kunsthalle und das nebenanbefindliche Kunstmuseum waren etwa 500m von der vorher erwähnten Kunsthalle entfernt.
Das, was ausgestellt wurde, war gut, aber leider befand sich das Museum in Renovierungsarbeiten und wir durften nur die 30% aller geplanten Ausstellungen wahrnehmen. Die danebenliegende Kunsthalle beinhaltete Abschlußarbeiten von Kunststudenten. Leider habe ich vergeblich die Kunst gesucht; vielleicht gab es noch eine andere Kunsthalle? Die Arbeiten waren nicht wirklich provozierend oder künstlerisch gut, ich konnte die vorangegangene Zeit des Studiums darin eben nicht erkennen; aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.So ein Tag kann ganz schnell rumgehen, vor allem durch Museumsbesuchen aufgrund schlechten Wetters.
Das Schweden ein Land der Plastikkarten ist, blieb mir auch in Göteborg nicht vergönnt. So hatte ich schon nach unserer ersten Herberge 4 Karten zusammen.
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