2007-12-07

07-12: Julkonsert

Endlich! Weihnachten kommt mit großen Schritten auf uns zu. Heute sollte es aber auch mit wohlklingenden Klängen näher rücken.
Dafür lud der Studentenchor der Universität (einer von mehreren) in der Kirche von Ålidhem ein.
Das erste Konzert sollte 18:30 beginnen, das zweite dann gegen 21:00. Ich schloß mich aber eher meiner Gruppe für das erste an. So ging es dann gegen 18 Uhr Richtung Kirche. Angekommen gegen 18:15 blieb ja eigentlich noch einige Zeit bis zum Beginn. Doch erblickten meine dunkelheitgeplagten Augen dort? Die Kirche war schon ziemlich voll und es war echt schwer, 4 zusammenhängende Plätze zu bekommen. Aber es glückte uns dann doch, wenn auch in der letzten Reihe.
Doch wie sieht so eine Kirche in Schweden aus? Zu allererst eher ungewohnt (andere würde hier häßlich verwenden). Jene war innen aus viel Holz, sehr hoch und so gar nicht "festlich" wie die in Deutschland. Es wirkte insgesamt nicht wie eine Kirche, die Orgel glich einem in die Fassade eingearbeiteten Klotz.
Aber eine gute Sache war dann doch zu vermelden. Der Po blieb warm, genau wie der Rest des Körpers. Es war einfach nicht kalt in dieser Kirche und ohne dabei die Jacken anbehalten zu müssen.
Gegen 18:45 ging es aber dann endlich los. Der Chor bestand aus vielen Personen. Aber es sollten auch Solos folgen neben mehreren Auftritten von 3-6 Personen.



Da es ein Weihnachtskonzert war, durfte man schon Weihnachtsklassiker erwarten. Dem geshah auch so, aber eben nur auf Schwedisch und Englisch. Selbst Klassiker wie "Heilige Nacht" wurden strikt in Schwedisch gehalten.
Das Konzert dauerte vielleicht etwa 75 min. und der Eintritt war für alle frei. Jedoch wurde kleine Spende für ein Kinderheim in Rußland gerne gesehen.

So trug dieses Konzert einmal mehr dazu bei, mich mehr und mehr auf Weihnachten einzustimmen. Ein sehr schönes Konzert beendete somit meinen Tag in Umeå.

2007-12-06

06-12: Einmal Tschechien und zurück

Endlich mal wieder etwas los hier in Umeå! Die zeitlichen Möglichkeiten dafür werden immer weniger, auch wenn viele Weihnachtsveranstaltungen rufen.

Heute sollte es wieder in die "Norrlandsoperan" gehen, "Slaviska klassiker" waren im Programmheft aufgeführt. Der Titel verspricht schon einiges, aber wenn man dann noch die Namen Smetana und Drovák erwähnt, sollten einen erstklassische Stücke erwarten.
So geschah es dann auch, daß "die Moldau" gleich zu Beginn des Konzertes gespielt wurde. Für mich war dies der Höhepunkt jenes Abends schlechthin!
Danach folgte wieder ein (Violin-)Solo. Diesmal hieß die Solistin Suyoen Kim. Das erstaunlich dabei war ihr Alter, das man ihr wirklich nicht ansah. Sie war gerade einmal 20 Jahre alt und kommt gebürtig aus Deutschland, ihre Eltern sind aber Koreaner. Wie ich erfuhr, hatte sie sich schon in sehr jungen Jahren (16 ?) einen Namen gemacht. Diesen Erwartungen wurde sie dann auch gerecht, obwohl mir allgemein dieses Solo eher nicht zusagte.
Danach folgte eine Pause oder eben eine Fika mit Käffchen und so.
Im zweiten Teil wurden Kompositionen von Dvorák dargeboten. Dieser Teil war auch sehr angenehm.
Insgesamt hat sich der Abend sehr gelohnt und war wieder ein Hochgenuß für meine Ohren.
Für diesen Abend erschien die selbe Dirigentin wie schon zum letzten, von mir besuchten Konzert ; wirkte sie diesmal jedoch nicht so sicher und motivierend. So bekam selbst ich als Laie kleine Fehler mit.

2007-12-02

02-12: Wenn die Zirpen grillen (bei Schnee)

Eijeijeiiii, was hat das geschneit. Mal wieder typisch! Man verschläft das ganze Wochenende und bekommt erst am nächsten "Morgen" die 15cm Neuschnee mit, die von Sonnabend auf Sonntag einfach mal so in Schweden vorbeigeschaut haben.



So ein Sonntag will genutzt werden, auch wenn er erst gegen 12 Uhr los geht, mehr oder weniger.
Das Motto dieser Stunde lautete Wintergrillen! Dafür gibt es in Umeå eine tolle Möglichkeit. Allerlei Grillplätze am naheliegenden Nydalasee.
So sollte dann die Sause auch gegen 14:30 Uhr starten. Dummerweise war es da schon wieder fast stockduster. Schnell noch im örtlichen ICA Würstchen gekauft und dann ab zum See.



Die Schneemassen haben es einem gar nicht einfach gemacht, bis dahin vorzudringen und die Räumfahrzeuge haben ihr übriges getan, einfach mal so im Weg rumzustehen.
Am Grillplatz angekommen erwartete uns zwar massenweise Holz, aber eben schön nass.
Das erste Feuer unter freiem Himmel hat dann doch nicht geklappt. Mittlerweile waren es jedoch nach dem Neuschnee um die 0°C, Regen sollte zusätzlich noch aufkommen.



Da das erste Feuer wohl nichts geworden ist, schickten wir unsere Späher über den (zugefrorenen) See zur nächsten überdachten Grillstelle. Nach weiteren Minunten folgten wir dann jenen über den See, was sich letztendlich als eher waghalsig herausgestellt hat; wäre schon dumm gewesen, einfach so in der Mitte einzubrechen.
Doch die Würstchen sollte nun endlich ihr verdientes Enden finden. Angekommen am überdachten Grillplatzhäuschen erwartete uns auch schon ein Feuerchen, entfacht durch unsere "Späher".



Da man für die Würstchen kein großes Feuer braucht, war die Grillrunde dementsprechend düster. Spaß gemacht hat es trotzdem, auch wenn der Wind in alle Öffnungen zog.




Nach mehr als 4 Stunden sind wir dann zufrieden wieder über den See nach hause zurück gekehrt.