2008-04-11

11-04: Stockholm

Das war also nun Kopenhagen gewesen? Es kann nur besser werden und das wird es auch, den es geht nach Stockholm.
Aber vorher stand wieder einmal eine unangenehme Reise bevor; diesmal mit dem Bus und einer Ankunft gegen 6 Uhr früh in Stockholm. Doch zuvor mußten wir wieder über die Grenze und dort verlangteman den Paß und entgegnete unfreundliche Fragen, was wir denn in Dänemark verloren hätten (, weil wir nichts zu verzollen hatten,) seitens der Zollbeamten; wenigstens war der Drogenhund nett.
Nachdem wir dann auch irgendwann in der Früh in Stockholm ankamen, ging es sofort zum Wanderheim; das Teuerste auf der ganzen Reise. Als wir dort ankamen, stellte wir schmerzlich fest, daß eine 24 Stunden geöffnete Rezeption nicht bedeutet, 24 h lang die Möglichkeit hat einzuchecken. So blieben immerhin noch etwa 8 Stunden bis zum Bettenbeziehen. Die ersten 2 Stunden planten Michèle und ich die gesamten 2 Tage in Stockholm.
Immerhin gibt es hier ordentliche Metros, die auch aller 5 Minuten (oder weniger) fahren, und das regelmäßig. (Wenn ich dann in Reiseführern lese, daß Kopenhagen die skandinavische Hauptstadt sein soll, fällt mir nichts mehr dazu ein.)
Erster Akt war der Besuch im Armémuseum, Schwedens Militärgeschichte von 950 bis zur heutigen Zeit. Das Museum war von der Atmosphäre bisher das Beste. Man konnte sich richtig in die jeweilige Zeitepoche reinversetzen. Eine Menge Waffen: alte Waffen, große Ballermänner, moderne Ballermänner und Einige zum Ausprobieren (/Trockenschießen) versüßten diesen Museumsbesuch.

Danach ging es aber gleich zum schönsten Stadteil, "die Alte Stadt" (Gamla Stan). Dort streiften wir durch die engste aller Stockholmer Straßen (90cm, Mårten Trotzigs Graend), und neben einigen Kirchen und dem Marktplatz ist natürlich das Königliche Schloß die Hauptatraktion.

Im Januar war noch alles gesschlossen, jetzt konnte so einiges besucht/betreten werden. Das einzig Interessante, die königlichen Zimmer, waren natürlich noch geschlossen. Außerdem traf ich dort die Caro, eine Erasmusstudentin, die im letzten Semester in Umea studierten und mal schnell in Stockholm vorbeischaute.
Am königlichen Schloß durften natürlich die königlichen Wachen nicht fehlen; die Parade hatten wir leider verpaßt.
Weiter ging es über Kastellholmen mit dem Boot zum Stadtteil Skansen.
Dort besuchten wir das Vasamuseum. Dort konnte das vor 47 Jahren geborgene und vor 333 Jahren untergegange, schwedische Kriegschiff "Vasa" bestaunt werden. Das Schiffchen war echt groß und neben Filmen zur Bergung, Ausstellungen zur Bergung, zum Leben an Bord und Gründe für das Sinken konnten weitere, interessante Eindrücke auf über 6 Etagen gesammelt werden. Jetzt weiß ich auch, warum an Schweden nie einen Nobelpreis ging, die können ja nicht einmal Schiffe bauen.=)
Endlich hatten wir den Zeitpunkt zum Einchecken erreicht und nach einer erfrischenden Dusche ging es weiter zur Königichen Bibliothek. Gelinde gesagt, ein einziger Witz war jene. Der betretbare Raum faßte die Größe des Vorraums der THULB und es befanden sich dort vielleicht 100 alte Bücher und ein noch älteres Karteikartensystem.
Das war es also erst einmal für den ersten Tag in Stockholm!

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