2008-01-19

19-01: Tschüß denn

Das Semester neigt sich dem Ende zu, aber es wurde doch erst das neue Jahr eingeleitet? Hier ist eben alles etwas mehr "European", Master und Bachelor existierten hier schon seit Längerem. So endet dieses Semester am 20.01.08 und das neue beginnt am 21.01.08.
Doch wenn es am Schönsten ist, sollte man aufhören, speziell mit Lernen. Aber jedes Ende muß einen Anfang besitzen. Nach der Woche Kiruna blieben mir noch ganze 2 Tage für die bevorstehende Klausur. Das sollte aber toll laufen. So wurden meine zuvor hoch gesteckten Erwartungen ein wenig gedämpft. Dienstag war es dann so weit, Electrodynamics II. 6 Stunden, mittlerweile würde ich sagen, "wie immer".
Nie sind für mich 6 Stunden voller Konzetration und Nahrungsabstinenz so schnell vorbeigegangen, und dabei "bewegte" ich mich doch mit v >> c/10 in meiner Klausur (in den Aufgaben auf Papier). (Es war u.a. auch relativistische Eketrodynamik gefragt.)
Aber sie war nicht wirklich die Schwierigste, hatte ich zudem ein Händchen für die Richtigen aus einer Fülle von Aufgaben, die ich zuvor im Rahmen der kurzen Lernphase bearbeitete. Die 40% waren locker geschafft, ja es sollte sogar für 80% reichen.
Doch wer jetzt denkt, Semesterferien bis zum Wochenende hat sich leider getäuscht. Der vorrangegange Kurs Artic Science in Kiruna war eben nicht nur Spaß und Urlaub, sondern wird bei weiterer tüchtiger Arbeit sogar mit ECTS - Kurspunkten belohnt. Dafür sollte ich aber noch einiges wie ein Aurora Borealis Report, Artikelarbeiten und und und einreichen.
Die Semesterferien reduzierten sich somit auf , um genau zu sein auf den Tag Sonntag. Den nächsten Tag ging es dann schon wieder mit neuen Kursen los.

2008-01-13

13-01: Kiruna - letzte Impressionen


So werde ich noch ein wenig in Erinnerungen schwelgen. Der Aufenthalt in Kiruna war leider viel zu kurz. Ich mußte schon Sonnabendmorgen abreisen. Dienstag stand die erste Klausur an und ich hatte noch kein bißchen gelernt. Nichtsdestotrotz blieben viele Kursteilnehmer bis zum Montag. Das Positive daran war, man konnte die restlichen kompletten Tage für Ausflüge in und um Kiruna nutzen. Mir stand leider nur die 7-stündige Rückfahrt bevor.
Am Freitag vor meiner und einiger anderer Abreise stand aber ein letztes Mal Spaß zusammen auf dem Programm. Nach dem Eishotel ging es noch zusammen in ein Restaurant mit vorbestelltem Buffét für die ganze Meute zu Abend.


Nach kurzer Verschnaufpause und dem "Sich-setzen-lassen" konnte es wieder aktiver werden. Für viele Menschen scheint Schweden sehr flach zu sein, was im Großen und Ganzen auch stimmen mag. Nichtsdestotrotz fand sich innerhalb der Stadt und gar nicht weit von unserer Unterkunft entfernt ein Rodelberg. Schlitten für Freitag Abend, 21 Uhr sind leider Mangelware und so sollte es auch eine gute schwedische Mülltüte, Größe XXL, Typ schwarz tun.
Einige ließen sich so einiges einfallen. Der Sack wurde mit Kissen gefüllt oder einfach um den Körper gebunden.
Als wir am "Hügelchen" ankamen, trafen wir auf weitere Kursteilnehmer. Doch wo war der Lift?



Nach einigen Malen rauf und runter ging einem die Puste aus.
Danach kehrten alle (mehr oder weniger) in unserer Unterkunft ein, speziell in unserem 8-Bett-Raum. Aber Studenten betrinken sich nicht einfach so. Deshalb wurde der Abend durch Spiele (nichtalkoholgebundener Natur) und Rätselraten begleitet. So ging es dann noch bis 3 Uhr in die Nacht; immerhin durfte ich 6 Uhr am Bahnhof stehen.
Kiruna war sehr schön und wenn mich jemand fragen würde, ob ich es wieder tun würde, würde ich mit einem lautstarken "Javisst" antworten.