Aber wir wollten andere alte Monumente in Kopenhagen sehen und davon gab es glücklicherweise reichlich.
Erster Akt an diesem Tag war der Besuch des Nationalmuseums (Nationalmuseet). Von Freunden wurde mir berichtet, viel Zeit für dieses einzukalkulieren.
Und so kam es dann auch, auf dem Papier eben 3 Stockwerke mit insgesamt 6 Ausstellung. Wir begannen mit der Ausstellung "Dänemark: 1660 - 2000". Hier wurde eindrucksvoll die Geschichte Dänemarks in jenem Zeitraum ausgestellt. Man fuhr mit sehr vielen Gegenstände und Fakten aus dieser Zeit auf und allein dieser Teil s Museums fraß 1,5 h.
Daneben (selbes Stockwerk) war eine ethongrafische Sammlung. Und diese hatte es wirklich in sich. Hier wurden Gegenstände viele Völker ausgestellt, von Afrika über Ozeaninen, China, Japan, Korea, Alaska und diverse Inselvölker. Ich habe noch nie eine so große Anzahl afrikanischer Gegenstände, beispielsweise, gesehen. Anfangs eher als Ausstellung, die man eigentlich überall finden kann, abgestempelt, erwies sich das glücklicherweise als ein Trugschluß.Die nächste Ausstellung beinhaltete Ausstellungstücke aus Ägypten, griechische und römische Funde. Sowas kann man nun aber wirklich überall sehen und wir machten uns schnell zur Münzensammlung. Ja, es waren wirklich viele Münzen; sicherlich eine wahrer Schatz für Interessierte, aber eben auch nicht mehr.
Nach 4 h waren wir wirklich platt, aber es stand noch soviel auf unserem Aktionsplan.
Nächster Punkt war die Carlsbergbrauerei. Sicherlich mußten wir den Bus nehmen, aber wie immer katastrophal (trotz Stadtführer). Wir kamen schon nach einer gewissen Zeit an, aber es war nicht der Eingang zur Brauereibesichtigung, sondern der Eingang für Geschäftskunden. Das bescherte uns einen Lauf um die halben Brauerei hin zur anderen Seite (außenrum versteht sich).
Die Brauerei war echt klasse, selbst für Alkoholverweigerer. Auf der Tour sahen wir Tafeln zur Geschichte der Brauerei, die weltgrößte Bierflaschensammlung mit Flaschen aus aller Welt und einer Stückzahl von etwa 14.000 und weiterhin den Herstellungsprozeß. Am Ende der Tour winkten jedem 2 kostenfreie Biere an der hauseigenen Bar. Als ich doch tatsächlich nach etwas Alkoholfreiem fragte, bekam ich prompt das 0,1% Bier.
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Immerhin war der Tag heute schön, nicht weil einige schon vor dem Abend 1-2 Bier getrunken hatten, sondern weil die Sonne immer noch schien und kaum ein Wölkchen zu verzeichnen war.
Nun machten wir uns zum Wahrzeichen von Kopenhagen auf, die kleine Hafenfrau (Lille Havfrue). Klein war sie wirklich, wirkte sie auf Postkarten doch größer. Aber auch einen komischen Teint besaß sie; irgendwelche Vandalisten hatte sie doch glatt mit orangener Farbe angesprüht.
Danach ging es nach Amalienborg, also ein Schlößchen mit Wachen und Promborium. Auch hier stellten wir es fest, die dänischen Wachen sind unfreundlich, ließen sich nicht einmal mit Michèle fotografieren.In letzten Stunden spazierten wir dann zurück zum Zentrum und verbrachten dort die restliche Zeit.
Kopenhagen war eine Reise wert, aber eine reicht dann auch. Sicherlich gibt es viel zu sehen, aber für mich ist das nicht alles und somit hat mich Kopenhagen nicht wirklich überzeugt. Nun ließ nur auf unsere letzte Station, Stockholm, hoffen.
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