2008-04-05

05-04: Göteborg

Das erste Ziel unserer Schwedenrundreise war Göteborg. Die erste Nacht wurde aber im Zug verbracht. Wir stiegen gegen 22 Uhr in den Nachtzug in Umeå ein und wollten 15h später in Göteborg aufwachen, also zur Mittagszeit; soweit der Plan. Den Nachtzug kannte ich bisher nur von der Strecke Stockholm-Umeå, insgesamt eher unbequem.
Das Ticket wies uns einen festen Platz zu, aber glücklicherweise schien das keinen zu interessieren und alle Fahrgäste verteilten sich so, daß jeder 2 Plätze zum Schlafen hatte. Der Zug war angenehm und komischweise konnte ich die 15h gut durch Schlaf ausfüllen.
Gegen Mittag erreichten wir dann Göteborg, voller Energie aber doch orientierungslos. Erstes Ziel war die Touristeninformation: Stadtkarte holen, Rabattkarten überprüfen und alles weitere.

Eh wir so richtig mit dem "sight -seeing" beginnen konnten (von unseren 2 Tagen in Göteborg), war es dann auch schon 16 Uhr. Der erste Tag ließ also nur noch das Stadterkunden zu Fuß übrig. Die Museen schließen größtenteils gegen 16/17 Uhr und wir hatten somit geschlagene 45 min für das Stadtmuseum übrig. Für das erste Museum kein schlechter Start in den Nachmittag.

Danach verschlug es noch in den etwas außerhalb liegenden Keilerspark. Dieser lag etwas höher als Durchschnittsgöteborg und bot uns somit einen schönen Ausblick auf Göteborg. Der Weg hinauf war eher langwierig und es gab zudem geteerte Straßen für Autofahrer, aber eben nur keine Bushaltestelle dort.


Damit wäre der erste Tag schon fast vorbei, nur noch zurück zur Herberge, einchecken und die erste Pastamahlzeit zubereiten.
Von außen sah unsere Herberge eher mau aus, aber es zählen ja die inneren Werte.

Wir fanden eine sehr gut ausgestattete und moderne Küche vor, von vielen Personen genutzt un nichtsdestotrotz sauberer als unserer Korridorküche in Umeå. Der Wohnraum war auch sehr modern und gemütlich. Nur Schweden trafen wir dort nicht, viele andere Nationalitäten waren dafür umso präsenter.
Als Michèle und ich unser 4-Bettzimmer bezogen, fanden wir die restlichen 2 Betten als belegt vor. Ich hoffte natürlich auf 2 Mädels, doch letztendlich war es das genaue Gegenteil. Wir teilten uns den Raum mit einem älteren Dänen und einem älteren Schwarzen. Und Letzterer hatte es in sich. Ich hatte noch nie eine Person so laut schnarchen hören. Diese Nacht hatte ich kein Auge zutun können und hoffte auf die nächste, hoffentlich mit neuer/geringerer Besetzung für unserem Raum.

2008-04-04

04-04: Packen²

Morgen geht es in den wärmeren Süden Schwedens. Doch bevor ich für diese Reise packen kann, standen noch viele andere Dinge an.
Durch Glück (und sicherlich auch Zufall) hatte ich via Internet einen deutscher Pensionär, der nach Schweden ausgewandert ist, kennen gelernt. Er wohnt nun in der Nähe von Umeå und bot mir bereitwillig an, ein Teil meines Gepäcks mit nach Deutschland zu nehmen, wenn er den Rest seiner Sachen aus Deutschland nach Schweden transportiert. (Es handelt sich hierbei um den Ort Lycksele, etwa 130 Km nordwestlich von Umeå gelegen, also quasi ein Katzensprung für schwedische Verhältnisse.) Es handelt sich hierbei um mein Gepäck, was ich aus Deutschland nach Schweden mitgebracht/nachgeschickt hatte, aber auch diverse Dinge, die ich in Schweden erwarb. So kam dann einiges zusammen, vieles aus meinem Kleiderschrank und diverses. Leider kann ich aber für den Rückflug nach Deutschland nur 20Kg und Handgepäck mitnehmen. Aber das Gesamtgewicht meiner Kleidung und aller Sachen beläuft sich vielleicht auf das Doppelte bis Dreifache. Sicherlich gibt es da die Alternative der schwedischen Post, aber bei einem Preis von etwa 70€ für 15 Kg für den Versand nach Deutschland überlegt man sich das reichlich. Jedenfalls hatte mich diesmal Fortuna geküßt und ich machte mich noch an diesem Freitag mit dem Bus nach Lycksele (2h von Umeå entfernt) auf, um besagten "Auswanderer" dort zu treffen und ihm mein Gepäck für Deutschland zu überreichen. Ich kam letztendlich auf etwas mehr als 30Kg für einen vollen Koffer voller Kleidung und weitere Dinge. Immerhin waren damit gute 5h des Tages verplant und ich mußte immernoch für meine Schwedenrundreise packen/vorbereiten.

Nach Lycksele konnte es aber dann gedanklich an die Schwedenreise gehen. Da wir den Nachtzug nach Göteborg (15 h Zugreise) nehmen, blieb noch etwas Zeit bis in die Abendstunden.
Insgesamt war wegen vieler Kurzfristigkeiten ein stressiger Tag und eher schlechter Start in einen "Urlaub".
Die Tage zuvor waren auch eher wenig erholsam, mußte doch die Reiseaktivitäten für das jeweilige Reiseziel geplant werden. Dafür lieh ich mir ausreichend Literatur in den lokalen Bibliotheken aus.

2008-03-31

31-03: Lang zal ze leven!

Wieder Montag und die Woche sollte mit einem Geburtstag beginnen. Meine belgische Mitbewohnerin "next door" (Michèle) wird heute 22 Jahre alt und ich wußte nicht so recht, was ich ihr da schenken kann. Ich kenne sich nun zwar schon seit 2 Monaten, aber war trotzdessen eher wenig kreativ. Aber immerhin wußte ich, daß sie nicht kochen und backen kann. Ihr geplanter "Vorgeburtstagskuchen" am vorigen Sonnabend ging in die Hose und somit entschloß ich mich, ihr einen Geburtstagskuchen zu backen. Was ist ein Geburtstag ohne ordentlichen Geburtstagskuchen? Da sie in den Morgen- und Mittagstunden mit ihrer Arbeit beschäftigt ist, sollte mich keiner in der Küche stören.
Sie hatte für diesen Abend eine kleiner Feier in ihrem Zimmer geplant; eingeladen waren ihr schwedischer Freunde Temme, ihr Besuch aus Belgien (Dormin), Mitbewohner Avand und ich.
Bevor es aber dann so richtig mit der Feier los ging, studierten Avand und ich noch ein Geburtstagslied auf holländisch/flämisch ein, youtube sei Dank.

So kamen dann die letzten Gäste, Avand und ich, ausgerüstet mit Geburtstagskuchen und Kerzen, dem Liedtext, singend in das Zimmer gestürmt. Michèle war sehr überrascht und es wurde noch eine schöne Feier mit Kuchen, belgischem Gebäck, Süßigkeiten und natürlich Hütten, die ich fast vergessen hätte zu erwähnen.

Avand, Michèle, Temme, moi (Dormin steht hinter der Kamera)

2008-03-30

30-03: Lange her isses

Seit letzte Woche ist Michèles belgischer Besuch Dormin in Umeå und zusammen mit Avand und mir wollten wir diesen Abend am See grillen. Der Schnee liegt noch unverändert überall und man durfte sich warm anziehen.

Da wir dem schneebedeckten Holz nahe der Feuerstellen nicht trauten, sollte es diesmal nur ein "Instant grill" tun, Marke Holzkohle in Aluverpackung. Die Würste hier in Schweden sind auch alles andere als gut und ich beließ es bei Hotdog-Würsten.

Der Vegetarier Dormin begnügte sich mit Pilzen, Kartoffeln und Brot. Nach 2h waren dann alle durchgefroren und wir schauten, da sich diese Aktion mit unserer wöchentlichen Sonntagskorridorfika überschnitten hatte, was noch vom Kuchen übrig war.