2008-03-01

01-03: mycket mer folk på "umefolk"


Umefolk - folkfestival del 2/2


Der zweite und letzte Tag des "Umefolk" sollte mein Wochenende krönen. Immerhin standen mir 2 Stunden harte, unbezahlte Arbeit bevor.
Das Festival begann am heutigen Tag gegen 16:30 Uhr, viele Musiker und ich erschienen 16 Uhr. Die ersten zwei Stunden durften ich somit die Brötchenzutaten mundgerecht klein schneiden, aber danach ging es dann zum den Konzerten.
Schon auf dem Weg dorthin konnte einiges erlebt werden. Obwohl der Fikaraum und die sich daneben befindenten Aufenthaltsräume für die Künstler weit entfernt von relavanten Konzertsälen, wurden die Saiten nur so strapaziert.
So fanden sich viele junge Musiker verschiedener Gruppen zusammen und spielten einfach d'rauf los. Generell war das Durchschnittsalter der Künstler sehr nierdig, viel junges Volk eben. Ein postiver Aspekt meiner Arbeit im "Fikaraum", fernab von den Konzertbühnen, war die Tatsache, daß ich mit den Künstler ins Gespräch kommen konnte. So wurde sie über ihre Gruppe, deren Instrumente und Musikrichtung ausgefragt. Zuvor hatte ich leider nach mehrerer angestrengten Blicken auf den Veranstaltungsplan keine Ahnung, wo zuerst hinzugehen. Keiner der Namen sagten mir irgend etwas. Aber das klärte sich durch letztere Tatsache dann doch mehr oder weniger.
Ich ging zu einer samischen Gesangsgruppe, besuchte ein Konzert auf der Theaterbühne mit Musik und Tanz und viele andere interessante Konzerte.



Zwischendurch wurde natürlich fleißig "gefikat".
Leider hielt ich nicht bis zum bitteren Ende durch, immerhin, wenn es am schönsten ist, sollte man ja eh gehen.
Nichtsdestotrotz kann ich wieder einmal bestätigen, nichts bereut zu haben und alles irgendwie richtig gemacht zu haben. Das nächste Konzert kommt bestimmt!



2008-02-29

29-02: mycket folk på "umefolk"

Umefolk - folkfestival del 1/2

Über den Mittwoch wurde ja offensichtlich schon ausführlich berichtet, der etwas unangenehmere Teil war damit absolviert, die Party durfte nun steigen. Nichtsdestotrotz möchte ich ein weing. rekapitulieren. Als in am 30.05.85 in Gera das Tageslicht der Welt..., kleiner Scherz am Rande.
Es soll hier um das Volksfestival in Umeå gehen, das sogenannte "Umefolk 08" - Volksfestival. Leider kann ich keiner Zusendung von Autogrammkarten von "Marianne und Michael" oder "Stefan Mross" nach Deutschland zustimmen, sie sollten auf diesem Festival nicht erscheinen. Ich konnte mir vorher nichts Wirkliches darunter vorstellen, andererseits sicherlich nicht mit einem in Deutschland vergleichbar, aber wir lassen uns letztendlich überraschen. Es sollte vielmehr um volkstümliche(n) Musik, Gesang und Tanz gehen. Das bedeutet jetzt nicht, daß "das ausführende Volk" älter als die teilweise sehr mittelalterlichen Instrumente wie Schlüßelfidel oder aber Psalter war; ganz im Gegenteil, größtenteils ein sehr junges Volk.
Freitag war der erste von zwei Veranstaltungstagen. So richtig Lust hatte ich an diesem Abend nicht gehabt, zumal da immer diese lange Strecke mit dem Fahrrad in die Stadt ist. Aber ich gab mir dann doch einen Ruck.



Sicherlich werde ich dort ich dort noch einige bekannte Gesichter treffen, a) Schweden hat nicht viele Einwohner und b) gibt es hier genügend interantionale Studenten (vorzugsweise aus Deutschland).
So war ich also im Eingangsbereich angekommen, schnurstrax zum meiner "Funktionärskarte" und dem gratis T-Shirt gelaufen. Erstere versprach mit Zutritt zu allem, auch wenn ich heutige noch nicht arbeiten durfte. Zielstrebig die ersten Treppe genommen, wollte ich erst einmal mein morgiges Arbeitsumfeld bekunden.


Es ging also in Richtung Backstage-Bereich zur "Fikastube". Dort war schon ein reichhaltiges Buffét aufgebaut und was vernammen meine Augen dort auf dem Schild an der Tür; die Verpflegung ist auch für alle Funktionäre frei.


Aber weiter zu der eigentlichen Veranstaltungen beließ es bei meiner Anwesenheit im "Tonstudien". Dort war die Atmosphäre am besten. Es hatte etwas von einem dunklen, verrauchten Jazz-Club, aber eben nur ohne Jazz und ohne Rauch. Dann traten plötzlich 3 Mädchen auf.




Die Kombination der Instrumente war befremdent; ein Kontrabass, eine Gitarre, eine E-Gitarre und ein Banjo. Den Musikstil konnte man nicht wirklich zuordnen. Das Banjo war sehr nett, gekürt von einer letzten Zugabe mit Soloeinlage durch Gesang und Zuhilfenahme des Banjos. Trotzdem haben sie mich nahezu 1,5 h Stunden auf meinen gepolsterten Zuschauerstuhl fesseln können. Lustigerweise fragte mich der Schwede auf dem Nachbarstuhl, ob es denn legitim sein, das Konzert mitzuschneiden/-fotografieren (Digitalkamera) und ich wollte eigentlich mit einem Vortrag über Datenvorratsspeicherung beginnen, aber belies es dann dabei. Letztenendes blitzte es aus allen Richtungen in unregelmäßigen Zeitabständen und auch er visierte später die "Girls" mit seiner Mobiltelefonkamera zielstrebig an. Die Plätze waren ausreichend gefühlt, trotz parallel laufender Veranstaltungen in/auf anderen Sälen/Bühnen.
Gegen 23 Uhr meldete sich die Müdigkeit; das Konzert der "Baskery(s)"war zudem zu Ende und der Höhepunkt des Abends schon längst überschritten.
Der erste Festivaltag war schon beeindruckend, erst recht, wenn man ohne Erwartungen in solch eine Veranstaltung geht und zudem seinen Schweinehund raus in die Kälte schickt, und das zu so später Stunde.
Da ein Konzert immer eine große auditive Komponente hat, enstanden an diesem Abend mehr Videos als Bilder und ich denke unter diese Fülle ersterer einige Wenige auszuwählen und demnächst noch online zu stellen.

2008-02-28

28-02: "Die Sechste ist die Keckste!"

Kulturalarm!
Da die Wochen nicht nur von Physik gezeichnet sein sollen, und ich irgendwann irgendwie auch mal an die frische Luft muß, verband ich dies an jenem Abend wieder einmal mit einem Konzert.
Der Weg ins Stadtzentrum mit dem Fahrrad dauert eine halbe Ewigkeit, wenn man für Ewigkeit = Stunde annimmt. Glücklicherweise hatte es die letzten Tage geschneit; und wie es geschneit hatte. Berge von Schneemassen, die durch die schwedischen Bagger amerikanischer Marke getürmt wurden. Wenigsten waren die Straßen und Fahrradwege somit frei! Zuvor gab es nur sehr glatte Wege überall. Ja auch ich hatte mir den vereisten Boden mit meinen Fahrrad schon näher angeschaut.


Da keiner meiner Erasmuskumpanen Lust auf dieses Konzert hatte, störte mich das auch nicht weiter.
Das Programm versprach Bruckner's Sechste, oder eben frei nach Bruckner: "Die Sechste ist die Keckste."
Es war ein sehr schönes Konzert, obwohl mich an diesem Abend der Altersdurchschnitt doch eher irritiert hat. Es wurde ja immerhin gestreut und so fanden viele ältere Herrschaften auch den Weg zur Norrlandsoperan. Der Dirigent kam aus Brasilien und gab so ganz ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Noten den Takt vor. Nichtsdestotrotz hat irgendwie die Würze (bras./port.: condimento) in seiner Performance gefehlt. Andererseits war er wider der brasilianischen Art pünktlich. Die Solistin war eine Flötistin israelischer Abstammung. Nach ihrem eigentlichen Auftritt folgten ihrerseits kurze Zugaben.



Den Schnee habe ich schon erwähnt? Ich sage nur Berge. Immerhin wurde davon noch mehr angekündigt. Der Himmel ist weiterhin bewölkt und so kann sich dies auch bewahrheiten. Bezüglich des Schnee bitte meine nächsten Auktionen bei Ebay beachten=).

2008-02-27

27-02: bitte "folk-en"

Wie ihr später noch ausführlich lesen werdet, geht es hier schon im Vorfeld um das sogenannte "Umefolk" - Volskfestival 2008 in Umeå. Die Party soll am Freitag und Sonnanbend steigen, ganze 900 Leute werden erwartet (halb Schweden?- Pardon aber das konnte ich mir nicht verkneifen).
Wie komme ich dazu, beziehungsweise will ich überhaupt dahin? Aber klar doch, immerhin bin ich hier im Urlaub, und ein Student langweilt sich nur ungern. Dank des unverzichtbaren Vitamin B erfuhr ich von der Möglichkeit dort als Freiwilliger (schwed.:Funktionär) zu arbeiten. Unser damaliger Tanzlehrer in "swedish dancing for beginners" wird dort auch auftreten und schickte an alle bekannten Gesichter eine "Rund-mail". Daß diese E-mail nicht ganz so rund war, erfuhr ich, indem ich nichts erfuhr; sie kam einfach nicht bei mir an. Aber die nette Anja hat mich doch glücklicherweise noch informieren können und so konnte die Party auch noch für mich am kommenden Wochenende steigen.
Aber es geht ja erst einmal um den heutigen Mittwoch. Diese langweiligen Organisationstreffen waren angesagt, glücklicherweise blieb dann alles nur beim Singular, also nur diesen Mittwoch ein Treffen.
Das Festival findet im sogenannten "Folketshus" (Volkshaus; ok, war eher schwererer Natur) im Zentrum statt. Ein großes, im Sinne von hohes, Gebäude, also eher unüblich für Schweden. Dort finden sich eine Eingangshalle, ein sogenannter Tonsaal (eine Art kleinere Bühne), eine größere Bühne (sehr jazzige Umgebung), ein großes Theater (für 1000 Leute) und ein Pub, neben Konferenzräumen und, natürlich Notausgängen.
Mit letzteren wurde zuerst begonnen. Mit Grundrisskizzen bewaffnet ging es rauf und runter und rauf. Nach dieser "Besichtigung" war "Fika-time", was auch sonst. Es gab Brötchen und Kaffee, gut das es für alle nicht Kaffemögenden Tee gab, richtig, mit Teein aber ohne 3 "e".
Es stand der letzte Akt bevor, Gruppenauf/-einteilung.
Ich konnte mich glücklicherweise in die Fikagruppe einfinden. Die Fikagruppe ist eine Verbindung freier Nichtkünstler zum Schutze des leiblichen Wohles aller Künstler und Mitarbeiter dieses Festivals.
Da wir 15 Leute in dieser Gruppe waren, fielen nur 2 Stunden Arbeit für mich an. Die Aufgabe bestand darin, Brötchenbeilagen zuzuschneiden und Essen aufzufüllen.

Als Schmankerl bekommt jeder noch das zum Festival passende T-Shirt geschenkt. Solche Festivalkarten kosten für die ganzen 2 Tage etwa 30€ (für mich natürlich frei), weiterhin gibt es für mich das kostenfreies Buffet und wilde Backstagepartys sollte die Sache abrunden. Hurrei! Hurrei!