Wie im jeden Jahr fand auch diesmal das größte Jazz Festival Schwedens (/Europas ?) in Umeå statt. Jazz bedeutet Kultur und Kultur ist immer gut.
Leider ist diese für arme Studenten nicht immer erschwinglich.
So müßte man sich eigentlich eine Tages- oder Zwei-Tageskarte für umgerechnet 30 € bzw. 44€ kaufen. Damit kommt man dann in die Säle der Konzerte rein, jedoch muß man sich dann noch zusätzlich eine Platzkarte für das jeweilige Konzert zulegen.
Das geplante Konzert "Sono goes Jazz" war aber in der NorrlandOperan, in der insgesamt nur 2 (?) der vielen Veranstaltungen abgehalten wurden.
Norrlandsoperan
Wir entschieden uns für "Sono goes Jazz" am Donnerstag, konnte das meine Haushaltskasse doch verkraften.
Diesmal habe ich es pünktlich zum Konzert geschafft. Ich durfte doch echt einmal auf den Rest "der "Meute" warten. War schon ein tolles Gefühl so mit dem geerbten Zuspätkommen; da fühlt man sich doch gleich ein bißchen besser
Ein großes Manko war die Abendgaderobe, die fehlte schlichtweg bei mir. Also den besten Pulli und die beste Hose aus dem Schrank gekramt und dann ab in das Anzugsgetümmel.
Eigentlich liegt der Altersdurchschnitt der etwa 110 000 Seelenstadt Umeå bei etwa 37 Jahren. Maßgeblich tragen dazu natürlich die Studenten bei, also du und ich und Hinz und Kunz.
Doch als ich dann die Eingangshalle der Norrlandsoperan betrat, ergraute meinen Haare fast und ich fühlte mich um 20 Jahre gealtert. Es kam mir so vor, als hätten sich so ziemlich alle Pensionäre aus Umeå (vielleicht sogar Schweden? es gibt ja hier nur 9 Mio.) versammelt.
Aber nichts anmerken lassen und rein in den Konzertsaal hieß es dann.
Der weibliche Dirigent schritt pünktlich in den Kozertsaal und es vergingen etwa 50 Minuten Koultur wie im Fluge.
Unter anderem hörte man in der zweiten Hälfte des ersten Teils (,also jener vor der Pause,) Martin Fröst, ein Klarinettenvirtuose, der seinesgleichen sucht. Er war in diesen 25 Minuten aber auch der einzige, der ohne Notenblätter gespielt hatte. Zum Schluß seines Auftrittes folgten dann noch einige Soloeinlagen/-zugaben. Was dieser Mensch aus so einem Instrument zauberte , bleibt mir physikalisch immer noch ein Rätsel.
Martin Fröst
Aber das Schärfste an diesem Abend war mal wieder die Pause. Richtig, wer in meinen Beiträgen immer schön mitgelesen hat, weiß, wie das hier richtig heißt. FIKA ist das Zauberwort.
Eigentlich erwartet man ja etwa Sekt oder Wein in den Pausen. Dem Preisaushang zu Folge war das auch kein Problem. Doch wirklich jeder in der Vorhalle hatte eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.
"Die spinnen die Schweden!"
Nach der Pause ging es dann mit dem letzten Drittel weiter. Hier sollte es dann ein wenig dem Charakter des Jazzfestivals genügen, richtig es war ja immer noch eine Veranstaltung im Rahmen des Jazzfestivals. Es wurde eben ein bißchen "jazzy", blieb aber dem Charakter eines klassischen Konzertes treu.
Ein sehr schöner Abend mit angenehmen Klängen ging an diesem Tag zu Ende.
Aber das nächste Konzert folgt ja schon im Dezember. Dann heißt es ab zur "Moldau".
JAHA sage ich dann immer, gefolgt von einem JASÅ.



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