5 o'clock sharp" an den Docks von Umeå trafen wir einen Typen mit Cowboyhut, Lederhose und einer sehr unauffälligen, gelben Jacke. Richtig unser Führer höchstpersönlich, das Alphamännchen der ansäßigen Biber. Und ab gehts!
Rein in den Jeep und ab zur Safari; Biberjagen. Denn die stehen in Schweden nicht unter Naturschutz.
Nein das Kanu auf'm Dach ist nicht aus "Biberholz"., aber trotzdem schön anzuschauen.
Erstmal eine ruhige 30-Minuten Fahrt zu einem Fluß, weil in der Stadt noch keine Biber gesehen wurden; sind ja auch sehr scheue Tiere.
Zwischenstop in einem seiner vielen"Sommarstugorna". Es mußte eines sein, weil der Putz schon von den Wänden kam. Dort lieferte er dann die "Mundharmonika" auf'm Dach ab.
Endlich weiter zum Fluß Vindelälvm, Biberjagen.
Bevor es jedoch zum Boot ging, erste Instruktionen:
Handy abstellen, die Biber hören mit, und leise reden, wir wollen ja nicht deren Fernsehabend stören. Ein Hobbybibertötermesser hatte er auch an der rechten Hüfte, für alle Fälle.
Dann rein ins Boot, richtig eine "Yacht" aus den 60ern, damals für den Holztransport zuständig, aber jetzt, wenn das die Biber übernehmen, werden Touristen damit transportiert.
Der Sonnenuntergang rückte näher.
Unser Führer paddelte selber und uns wurde auf der See arschkalt. Aber er hatte sicherlich auch eine Fortgeschrittenenkurs im "leise Paddeln" solviert. Da hätte man die Elche im Wald furzen hören können.
Dann ging es flußabwärts, keine Biber; wieder flußaufwärts, keine Biber. Es sollten aber hier 3 ansäßige Biberf sein. Sind sicher Studentenbiber, ausschlafen bis Abends.
Dann gings ab in den Wald, Fährten lesen.
Naja, diese Zeichen waren schwer zu interpretieren, da fehlte uns einfach das Germanistikstudium. Nur eins sei gesagt, mit Dentagard schafft ihr Kids das auch, also immer schön Zähneputzen nicht vergessen!
Wir warteten und warteten.
Nichts geschah; also wieder ab ins Boot, vielleicht kommen die bei dem rhytmischen "Leisepaddeln" aus ihrem Versteck.
Doch da; ist es Loch Ness. Ne,in es war ein Biber, zweimal gesehen und dann war er auch wieder weg.
Kommt davon, wenn man ausflüge zu günstigen Studentenpreis bucht.
Dann ging es wieder an Land, es wurde ja auch irgendwie dunkel und die Biber wollten dann auch in die Nachschicht. Es ging weiter zu Feuerstelle, begleitet von gefährlichen Bibergeschichten, wie die eines Hobbyphotografens, der nach Stunden des Wartens einen Biber auf frischer Tat ertappte.
Weiterhin gibt es in Schweden überall FIKA, bei den Bibern sicherlich auch. Und was braucht man für eine FIKA? Richtig, Kaffee. Leider gibt es den so in der freien Natur nicht. Also was tun?
Man nehme einen alten Topf, ein bisschen Flußwasser, Kaffeepulver und alles "rin" in den Pot und ab auf's Feuer. Bei der 2 Tasse habe ich dann auch gelernt, nicht den Kaffeesatz mitzutrinken.


Das Feuer vertrieb zusätzlich ein wenig die Kälte aus unseren Bibertöterhänden.
Insgesamt ein schöner Outdoorausflug und auf dem Rückweg schauten wir dann noch einmal bei "seinen" Eltern vorbei, weil dort die neue DVB-T Anlage installiert werden mußte. Meine Theorie war es ja, daß die Biber das irgendwie mit dem Holz anknabbern falsch verstanden haben.
Übrigens, ds einzige physikalische/mathematische Gespräche kam auf, als er uns berichtete, daß er die Oberstufenklasse dreimal wegen Mathematik wiederholen mußte.






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