Wir schreiben mal wieder Sonntag.
Studenten kennen das; irgendeine fremde Macht hat wieder einmal die Weckfuntion des Weckers deaktiviert. Und so kam es dann auch nach einen schönen Korridorparty vom Vorabend dazu, daß mich diese schrecklichen Sonnenstrahlen 12 Uhr Mittags wecken mußten.
Was nun? Erstmal das Frühstück zubereiten und sich von dem frühen Mittagessen der anderen Mitbewohner ja nicht stören lassen; ist ja schließlich Sonntag und das eben nur einmal in der Woche.
(Irgendwie hatte ich es auch im Urin, mich nicht für 7:30, sondern 12:00 auf der Wäscheliste einzutragen.)
Was machen mit so einem angebrochenen Tag?
Die Zeit verging wie im Flug und dann war es auch schon wieder 14 Uhr.
Aber Sonntag ist FIKA time, und das heute gleich zweimal.
Die erste war aber diesmal im Skogis, ein Studentenclub von Studenten für Studenten.
schwedische Studenten sehr beschäftigt am Sonntag
Dort sollte ich dann auch meine Mentorgruppe erwarten.
Das Wetter war nicht schön und so lag die einzige Freude in einem schönen Stück Kuchen, quasi als Mittagsessensersatz.
Irgendwie sind auch 5 Mann aus meiner Mentorgruppe erschienen (von 15) und nur eine Mentorin (von 6 schwedischen Mentoren, die dazu da sind, uns "Exchangis" zu betreuen und/oder unter den Tisch zu trinken). Das kann ja lustig werden.
ein Teil meiner Gruppe + Mentorin (rechts)
Aber nichtsdestotrotz wurde wir, wegen dieser geringen Beteiligung unserer Gruppenmitglieder an eine andere Mentorgruppe angegliedert (es gibt insgesamt 16 Mentorgruppen zu je 15-18 Austauschstudenten und je 5-6 schwedischen Mentoren).
Die Neuen waren auch insgesamt irgendwie lustiger.
die "fremde" Mentorgruppe
ein Mentorgruppenmitglied und eine fremde Mentorin (rechts)
Eine fremde Mentorin war ganz lustig, sah aus wie eine Französin, kommt aber aus Finnland; obwohl eher braungebrannt.(Da könnt ihr sehen, was zuviel Handystrahlung im Nokialand Finnland für Auswirkungen hat) Diese hielt mich dann auch für einen Franzosen, sehr lustig.
Und jeder, der mich nicht kennt, fragt dann immer, was ich studiere. Verlegen antworte ich dann Physik und bitte um die nächste Frage.
Dann war gegen 20 Uhr unsere obligatorische Korridorfika angesagt.
Jeder Mitbewohner unseres Korridors (wir sind insgesamt 8 Leute auf dem Korridor) hat aller 8 Wochen eine Woche lang Putzdienst und die Krönung dessen ist eine abschließende Fika am Sonntag um 20 Uhr auszurichten (, mit Kaffee/Tee und Kuchen/Ähnliches).
Ich hatte meine übrigens schon vor 2 Wochen; es gab selbstgemachte Kanelbullar, sehr lecker.
Aber manche Schweden können oder wollen eben dann auch nicht backen und kaufen Eis. Aber auch lecker. (Wir haben hier ein Veganer, der ist immer sein Tofueis=D.)
Zur Fika wird dann immer sowas diskutiert wie, warum man den nicht abgewaschen hat, etc..
Die Schweden sind sehr komisch, und alle hier erfüllen den typischen schwedischen Stereotypen, außer das Kaffeetrinken, das müssen die hier noch lernen.
Leider war meine etwas reifere Mitbewohnerin im zarten Alter von 56 (und sie sieht älter aus als sie vorgibt zu sein), aus Finnland kommend, nicht anwesend.
Sie studiert übrigens Physiotherapie und ist mal wieder einfach so für mehrere Wochen nach Finnland gefahren. (Vielleicht muß die noch Holz in irgendeiner Sauna nachlegen.)
Ich wohne schon mit sehr komischen Menschen/Schweden zusammen, aber ok, nicht ganz Schweden ist grau.
War ein sehr angenehmer Studentensonntag, den ich so in Deutschland nie hatte.
Der Stefan hält euch auf dem Laufenden.





Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen