2008-03-27

27-03: Aus und vorbei

Aus und vorbei. Heute hatte ich meine letzte Prüfung hier in Schweden. Das Semester ist zwar erst zur Hälfte um, aber das stört mich herzlich wenig. Da ich schon etwas früher nach Deutschland zurückkehre, ist das ok für mich.
Die Letzte sollte aber auch die schwerste werden. Es war Festkörperphysik. Und aus Spaß an der Freude habe ich den schwedischen Kurs gewählt.
Dies sollte sich als einen großen Fehler herausstellen; nicht etwa weil er auf Schwedisch war, nein, es war ein Ingenieurskurs.
Vorraussetzungen dafür waren lediglich "Quantenmechanik für Ingenieure" und eine Mechanikvorlesung.
Die Vorlesung war eher einschläfend, obwohl von 2 Professoren gehalten, meinte man bei einem, sich in der Zeit rückwärts zu bewegen, so langsam war es.
Insgesamt wurde der Taschenrechner zu oft malträtiert, die Formelsammlung zu oft zu Rate gezogen und andere Späßchen.
Dementsprechend hatte ich mich dann auf die Prüfung vorbereitet, die Übungen noch mal schnell durch meinen Taschenrechner gejagt. Doch es sollte alles anders kommen....
Weil nach Ostern ja sonst nichts los ist, durften wir die Klausur auch erst gegen 16:00 Uhr schreiben; und weil es so schön ist, auch gleich bis 22:00 UHr bleiben; wer Lust hat.
Die Klausur war sehr komisch. Man durfte Aufgaben mit 2 Gleichungen und 3 Unbekannten ausrechnen, aber bitte den Zahlenwert angeben. Weiterhin sollte mehr "gelabbert" (natürlich schriftlich), als wirklich physikalisch gedacht und gerechnet werden. Irgendwelche Kurven von "dreckigen" Metallen sollte weiterhin ausgewertet werden. Da hatten nur noch die Übungsaufgaben mit integriertem Plot gefehlt. So fanden sich Übungsserien mit wirklich 5 cm x 5 cm Diagrammen, die dann per linearer Regression ausgewertet werden sollten.
Eben nur schade, daß es der einzige Schein ist, der mir noch fehlt.
Glücklicherweise war dann 22:00 Uhr auch aus und vorbei und es konnte zur "Party downtown" gehen.

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