2008-01-20

20-01: Neubeginn

Neues Semester, neues Glück, wie es doch fast so schön heißt.
Morgen geht es dann das erste Mal (für das neue Jahr) wieder in die Uni, aufgeregt bin ich wie vor dem ersten Schultag.
Welche Kurse sollen es diesmal werden? Schwedisch ist leider vorbei, nach dem 4. und letzten Kurs wird leider kein weiterer mehr angeboten. So versuchen wir es eben diesmal mit einem Physikkurs, ja auf Schwedisch "naturligtvist". Der Kurs schimpft sich "Fasta tilståndets fysik". Wer hätte es erraten? Rainer? Es ist natürlich Festkörperphysik. Nur mit "fast" hat der Kurs leider nichts am Hut, Elektronen können zwar schon ziemlich schnell in so einem Metallchen sein, aber die schwedischen Professoren eben eher nicht. Es sind insgesamt 5 Zuhörer, davon immerhin 2 Deutsche (mich eingeschloßen).
Ein anderer Kurs wäre Plasmaphysik. Dieser Professor ist etwa so überzeugend wie Corega Tabs in der Ostsee. Immerhin hat mir mein Banknachbar aus Kamerun jedesmal viel über sein Heimatland zu erzählen.
Das ganze wird durch den Kurs "Quantum Nanoelectronics" abgerundet. Eine echte Theorievorlesung und einfach mal interessant, theoretisch eben alles vorhanden.
Bevor ich es vergesse, es gibt ja noch "Quantum Field Theory II"; ein netter Kurs mit nettem Professor. Ich kannte ihn schon aus dem letztem Semester. Im Kurs sind wir nicht mehr als 3 Mann (ohne Prof), treffen uns jede Woche einmal nach Terminabsprache in einem kleinem Physikerkonferenzraum zur Vorlesung, dürfen den installierten Kaffee-/Tee-/Kakaoautomaten bis auf den letzten Tropfen knechten und jeder darf ein anderes Vorlesungskapitel vorbereiten und dann, neben wöchentlich abzugebenden Übungsaufgaben, den anderen präsentieren.
Wieder einmal habe ich es erfolgreich geschafft, mich an 3 - 4 Tagen der Woche davor zu drücken, den Wecker vor 9 Uhr schellen zu lassen. Glücklicherweise dehnen sich die Sonnenstunden des Tages mehr und mehr aus. Der Schnee bleibt trotz durschnittlicher Tagestemperatur von 1 - 2 °C liegen. Die Universität hat sich auch unwesentlich verändert. Der eine Theorieprofessor trägt wie seit eh und je das Gleiche, Tag ein, Tag aus; Theoretiker eben.

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